Immobilien : Heizkörper als Designobjekte Angeboten werden Modelle aus Glas oder Stein

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Früher wurden Heizkörper als notwendiges Übel in Wandaussparungen unter dem Fenster versteckt. Aus diesem Nischendasein haben innovative Designer die Wärmespender befreit. So sind DesignHeizkörper mit waagerechten Stahlrohren fürs Bad mittlerweile fast schon Standard. Für Flure bieten Hersteller Radiatoren mit integriertem Spiegel an, die gleichzeitig als Garderobe dienen.„Design-Heizkörper sind kein klar definierter Begriff“, sagt Ralf Kiryk vom Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik in Köln. Die individuelle Gestaltung von Heizkörpern beginnt bei der Farbe. Andere Modelle werden bewusst in die Gestaltung der Wohnräume eingebunden. Schicke Bad-Heizkörper können mittlerweile auch nachträglich in Häuser mit Fußbodenheizung eingebaut werden. Die speziell dafür entwickelten Wärmespender verfügen über Spezialanschlüsse und können so mit der Fußbodenheizung kombiniert werden. Längst müssen die Wärmespender nicht mehr aus Metall gefertigt sein. „Es gibt verschiedene kleine Trends über die üblichen Materialien hinaus“, sagt Kiryk.

Angeboten werden beispielsweise Modelle ganz aus Glas. Sie eignen sich nicht nur für Neubauten, sondern auch für die nachträgliche Installation. Der Glasheizkörper besteht aus vier Millimeter dicken, zusammengefügten Glasplatten. An der Vorderseite der hinteren Glasplatte befindet sich eine unsichtbare, elektrisch leitfähige Schicht. Diese gibt Wärme ab, die sich gleichmäßig über die gesamte Glasfläche verteilt. Die vordere Glasplatte dient als elektrischer und mechanischer Schutz. Die Glasheizkörper können als Sonderanfertigung mit individuellen Motiven bedruckt werden. Der keramische Siebdruck ist nach Angaben des Herstellers hitzebeständig, kratzfest und robust gegenüber Reinigungsmitteln.

Heizkörper aus Beton hat der Berliner Designer Max Kant entwickelt: Der Plattenheizkörper der Heizung wird aus einfachem Beton gegossen, der in verschiedene Farben einfärbbar ist. Durch integrierte Leuchtkörper oder Halterungen erhält er zusätzliche Funktionen. Die Beton-Heizkörper sind quadratisch oder rechteckig geformt. „Individuelle Anfertigungen, etwa eine Betonsitzbank sind möglich“, sagt Kant. Die Heizung arbeite nach dem Kachelofen-Prinzip und gebe die Energie in Form von Strahlungswärme ab. Sie lasse sich an jede Warmwasserheizung anschließen.

Handgefertigte Heizkörper stellt auch Bruno Beuttler aus Sindelfingen (Baden-Württemberg) her. „Edelstahl ist in den meisten Fällen das Ausgangsmaterial“, sagt der Firmengründer. Die frei stehenden Modelle ähneln einem Kaktus oder Ästen von Bäumen. Kunden mit ganz bestimmten Vorstellungen können sich aber auch einen individuellen Heizkörper bauen lassen. dpa/Tsp

Weiteres im Internet:

www.heatandconcrete.de,

www.lebendige-waerme.de.

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