Immobilien : Immobilien-Betrüger aufgeflogen Fünf Männer in Untersuchungshaft

Dubiose Angebote auch in Berlin

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Nach Durchsuchungen in mehreren Bundesländern sind fünf Männer in Untersuchungshaft genommen worden, die mit betrügerischen Immobiliengeschäften einen Schaden von 14 Millionen Euro angerichtet haben sollen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart mitteilten, wurden 50 Wohn und Geschäftsräume sowie Banken im Großraum Stuttgart, in Worms, Limburg, Würzburg und Leipzig durchsucht. Sechs Hauptverdächtige im Alter von 28 bis 49 Jahren wurden verhaftet.

In Zeitungsinseraten sei finanzschwachen Personen eine relativ problemlose Verbesserung ihrer Finanzlage in Aussicht gestellt worden. Die Vermittler hätten Interessenten dann erklärt, die finanzielle Verbesserung sei an den Erwerb einer Immobilie gekoppelt. Den mittellosen Interessenten wurde für kurze Zeit Kapital zur Verfügung gestellt, das den Banken, die den Immobilienkauf finanzierten, eine Solvenz vortäuschen sollte. Den Interessenten wurden auch Finanzierungspläne vorgelegt, die ihnen eine geringe und für sie tragbare Belastung vorgaukelten. Dabei sei den Urhebern von Beginn an bewusst gewesen, dass die Versprechungen unhaltbar waren.

Auch in Berlin wurden in den letzten Wochen vermehrt Fälle von dubiosen Verkaufspraktiken bekannt. Die Verbraucherzentrale rät dringend davon ab, Termine mit Händlern zu vereinbaren, wenn die erste Kontaktaufnahme per Telefon erfolgt. Der Erwerb einer Immobilie sollte auch nicht ohne eigenes Kapital erfolgen. Versprechen Verkäufer hohe Steuervorteile, geringes Risiko oder hohe „Wertzuwächse“ durch Immobilienerwerb sei äußerste Vorsicht geboten. Tsp

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