Immobilien : Immobilienfonds sind wie Gebrauchtwagen: schwer zu verkaufen

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Wer seinen Anteil an einem Geschlossenen Immobilienfonds verkaufen will, hat meistens ein Problem: Käufer sind so schwer zu finden, wie für einen exotischen Gebrauchtwagen. Meist nehmen nur Schnäppchenjäger das Stück, zum Dumpingpreis. Der Grund: Der Charme der meisten Fonds lag in den Steuervorteilen. Die sind bei alten Fonds verbraucht. Und: Anders als bei Aktien gibt es kein Parkett, wo Fondsanteile gehandelt werden.

Immerhin, die „Hamburger Börse“ startete den Versuch, „Gebrauchte“ öffentlich zu handeln. Sie listete Werte von gut 100 der etwa 4500 Geschlosssenen Fonds ( www.efonds24.de ). Anteile kosten 50 bis 70 Prozent der ursprünglichen Kaufpreise. Auch Fonds der Bankgesellschaft sind dabei. Diese lassen sich dank der vielen Garantien laut Fondsexperte Stefan Loipfinger noch am ehesten weiterverkaufen. Schließlich muss ein neuer Eigentümer kaum fürchten, dass das Land Berlin in die Insolvenz geht. Das ist bei vielen so genannten GbR-Fonds anders. Diese sind vereinzelt sogar zum Nulltarif zu haben. Denn: Der Eigentümer haftet mit seinem persönlichen Vermögen für Verluste des Fonds. Angesichts der Immobilienkrise ein hohes Risiko. ball

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