Immobilien : In einzelnen Lagen steigen die Preise Ring Deutscher Makler über den Berliner Markt

-

Im ersten Halbjahr 2005 sind die Preise von Wohnimmobilien in Berlin und Brandenburg in einzelnen Lagen gestiegen. Dies meldet der Ring Deutscher Makler (RDM). So hätten die Werte von Objekten in Potsdam teilweise angezogen. Eine ähnliche Entwicklung gebe es im Bereich der freistehenden Ein und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser. Deren Kaufpreise seien relativ stabil geblieben. Dagegen sei beim Bauland die seit Jahren anhaltende Talfahrt der Preise ungebrochen: Hier habe der Rückgang zwischen drei und fünf Prozent betragen. Im Ostteil der Stadt, wo die Durchschnittspreise ohnehin niedriger liegen, seien diese weniger stark gesunken.

Der Ring Deutscher Makler beruft sich mit den veröffentlichten Zahlen auf den Bewertungsausschuss, der aus 25 Gutachtern, Sachverständigen und Maklern besteht. Als Ursache für den anhaltenden Abwärtstrend nennen die Makler die schwierige konjunkturelle Lage sowie die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Deshalb schreckten potenzielle Kaufinteressenten vor einer hohen Verschuldung zurück, obwohl die Hypothekenzinsen so niedrig sind wie noch nie und die Eigenheimzulage vermutlich nur noch kurze Zeit den Erwerb der eigenen vier Wände erschwinglicher macht.

Nach Angaben des Maklerverbandes kostet ein freistehendes Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von rund 125 Quadratmetern im Westteil der Stadt durchschnittlich 180000 Euro. Rund 40000 Euro weniger koste derselbe Immobilientyp im Ostteil der Stadt. In Potsdam würden rund 150000 Euro für ein solches Eigenheim fällig.

Für weniger Geld seien Reihenhäuser in der Hauptstadt zu haben. Eine gebrauchte Immobilie dieses Typs koste im Westteil der Stadt rund 140000 Euro, im Ostteil rund 120000 Euro.

Stark gesunken sind diesen Erhebungen zufolge die Preise von Eigentumswohnungen: Objekte aus dem Bestand seien in mittleren bis guten Wohnlagen heute um bis zu sechs Prozent billiger zu haben als im Vorjahreszeitraum. Der Durchschnittspreis für Wohnungen im Westen, bei einer Größe von 70 Quadratmetern und drei Zimmern, betrage 1100 Euro je Quadratmeter. Im Ostteil der Stadt seien vergleichbare Objekte für 850 Euro je Quadratmeter zu haben.

Deutlich mehr Geld müssen die Käufer von Neubauwohnungen aufbringen, zu denen allerdings auch Immobilien gezählt werden, die bereits 1990 oder später errichtet wurden. Im Westteil der Stadt seien 2100 Euro je Quadratmeter fällig, im Ostteil und Potsdam 1800 Euro je Quadratmeter.

Bauland für die Errichtung von Eigenheimen kostet dem Ring Deutscher Makler zufolge 170 Euro je Quadratmeter im Westteil der Stadt und 110 Euro je Quadratmeter im Ostteil Berlins. Der Wert für die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam liegt bei 150 Euro je Quadratmeter.

Nach Angaben vom Ring Deutscher Makler sind die Wohnungsmieten in vielen Lagen der Stadt gestiegen. Ausgenommen von dieser Entwicklung seien einfache Lagen. Nettokalt müssten Mieter im Westteil fünf und im Ostteil vier Euro je Quadratmeter und Monat bezahlen. Neubauten kosteten knapp sechs Euro je Quadratmeter und Monat. ball

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben