Immobilien : Investitionen und Umsätze sinken Immobilien-Studie liefert aktuelle Zahlen für Berlin und Brandenburg

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Der Rückgang auf dem Markt für Wohnimmobilien in Berlin und Brandenburg hielt auch im Jahr 2001 an. Dies zeigt der aktuelle Marktmonitor des Verbands BerlinBrandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Der jährlich erscheinenden Studie zufolge verringerten sich die Umsätze bei Grundstücksverkäufen sowie die Investitionen in Neubau und die Sanierung von Wohnungsbestand gegenüber dem Jahr 2000 in fast allen Bereichen um zehn bis 50 Prozent. Gestiegen ist einzig der Umsatz von Wohnimmobilien im „engeren Verflechtungsraum Berlin / Brandenburg". Dort erwarben die Käufer im Jahr 2001 noch 70 Prozent mehr Eigentumswohnungen, nämlich 1658 gegenüber 969 im Jahr zuvor.

Im gesamten Land Brandenburg verringerte sich der Umsatz von Wohnimmobilien dadurch nur um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Berlin dagegen ging der Verkauf von unbebauten Grundstücken um 20 und von bebauten Grundstücken um zehn Prozent zurück. Bei Eigenheimbauland habe es sogar einen „Einbruch“ gegeben: Die Zahlen lagen um 25 Prozent unter denen des Vorjahres.

Auch beim Mietwohnungsbau in Mehrfamilienhäusern ist eine drastische Entwicklung zu verzeichnen: Hier wurde im Jahr 2001 in Berlin mit insgesamt 7093 fertig gestellten Wohnungen nur noch ein Drittel des Bauvolumens von 1997 erreicht. In Brandenburg sank diese Zahl sogar auf ein Sechstel mit 2841 Wohnungen im Jahr 2001 gegenüber 16 687 im Jahr 1997. Gründe seien ein Angebotsüberhang und die stark gesunkene öffentliche Förderung. Ähnlich sieht es bei Ein- und Zweifamilienhäusern aus. In Berlin war gegenüber dem Jahr 2000 ein Minus um 35 Prozent zu verzeichnen, das entsprach einem Rückgang von 3743 Wohnungen auf 2456 im Jahr 2001. In Brandenburg sank diese Zahl um 16 Prozent von 11 889 auf 9998 Wohnungen.

Für die Investitionen in den Wohnungsbestand hat der Verband BBU nur die Zahlen seiner Mitglieder zur Verfügung. In Brandenburg gingen deren Bestandsinvestitionen um 30 Prozent von 641 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 450 Millionen Euro im Jahr 2001 zurück. In Berlin verringerten sie sich um 22 Prozent von 1,33 Milliarden Euro auf 1,04 Milliarden Euro. Der Grund: „Die gekürzten öffentlichen Subventionen und die unbefriedigende Ertragslage aus Mieten.“ Angesichts der völligen Einstellung von Förderprogrammen in Berlin vom Jahr 2002 an sei wohl mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. Wenigstens hofft man auf steigende Mieten in „attraktiven Innenstadtlagen und qualitativ hochwertigen Außenbezirken.“ bhe

Die Studie mit dem Titel „Der Immobilienmarkt Berlin-Brandenburg 2002 – Wohnimmobilien“ kann man beim BBU für 140 Euro plus Mehrwertsteuer unter der Faxnummer (030) 897 81 42 11 oder via E-Mail unter christa.falkenhagen@bbu.de bestellen.

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