Immobilien : Knackiges Gemüse unter Glas

Wer jetzt ein Gewächshaus errichtet, kann im zeitigen Frühjahr bereits mit dem Pflanzen beginnen

Peter Busch

Frühe Radieschen und Salat im Frühjahr? Tomaten und Paprika bis Ende Oktober? Feldsalat und Kräuter im Winter? Selbst bei ungünstigem Klima ist das kein Problem, vorausgesetzt, der Anbau erfolgt geschützt. Immer beliebter wird daher das Gärtnern unter Glas oder Folie im Gewächshaus. In einem solchen Bereich können Gemüse oder Obst unabhängig von Witterungseinflüssen gedeihen. Ein weiterer Vorteil eines solchen Glashauses ist, dass es das Überwintern von Kübelpflanzen ermöglicht.

Wer jetzt ein Gewächshaus errichtet, kann bereits im zeitigen Frühjahr mit dem Anbau von Pflanzen auf vorbereiteten Beeten beginnen. Frei nach dem Motto „wer die Wahl hat, hat die Qual", gibt es auf dem Markt ein fast unüberschaubares Angebot für jeden Geldbeutel und viele empfehlenswerte Lösungen für die verschiedensten Nutzungsarten.

Die preiswerteste Variante ist zweifellos eine Konstruktion „Marke Eigenbau“. Als günstige käufliche Version bietet sich das Foliengewächshaus aus einer Holz- oder Metallkonstruktion an. Unter optischen Gesichtspunkten und sicherlich auch unter dem Aspekt der Langlebigkeit sind Konstruktionen aus Aluminium und Glas schöner und sinnvoller. Bei der Vielzahl von Fabrikaten ist es allerdings schwierig, sich zu entscheiden. Im Baumarkt gibt es bereits Exemplare für weniger als 500 Euro, für qualitativ hochwertige Häuser lassen sich aber auch schnell 5000 Euro ausgeben. Sinnvoll ist es da, einen Mittelweg zu gehen. Wenig empfehlenswert sind kleine Häuser mit vier bis fünf Quadratmetern, wo man sich kaum drehen und wenden kann und wenig Platz zum Anbau zur Verfügung steht; eine Mindestfläche von acht bis zehn Quadratmetern sollte ein Gewächshaus schon haben.

Wer viele Jahre lang ohne Reue sein Gewächshaus intensiv nutzen möchte, sollte – wenn’s der Geldbeutel erlaubt – ein qualitativ hochwertiges Markenfabrikat erstehen. Die Qualität zeigt sich unter anderem in der Stabilität des Fundaments und der Profile. Sie sollten keine scharfen Kanten haben. Auch die Stärke der Eindeckung des angebotenen Materials (Blankglas, Nörpelglas oder Stegplatten) sowie die Dichtigkeit und Wärmedämmung des ganzen Hauses sind ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium. Außerdem sollte das Glashaus breite, leicht gängige Türen haben, durch die man bequem mit einer Schubkarre kommt. Um eine sinnvolle Belüftung zu ermöglichen, sind automatisch zu öffnende Fenster ideal. Gute Hersteller erkennt man unter anderem auch an der Fülle von sinnvollem Zubehör, wie Tische, Regale und ausgefeilte Lüftungs-, Heizungs- und Bewässerungssysteme.

Frei stehende Gewächshäuser für den Hobbygartenbereich sind am besten für den so genannten Kalthausbetrieb geeignet. Darunter versteht man eine möglichst lange, frostfreie Kultur von Gewächsen bis in den Winter hinein und ein frühes Wachstum zum Jahresbeginn. Zum frostfreien Überwintern wärmebedürftiger Pflanzen eignen sich am besten Wintergärten, die die Wärme des Hauses verwerten können.

Ideal ist ein Gewächshaus zur Kultur von Gemüse: Schon zeitig im Frühjahr gibt es knackige Radieschen und Salate, den Sommer über reichlich Tomaten, Schlangengurken und Paprika und bis in den Winter hinein Feldsalat. Gut geeignet ist es zudem für wärmeliebende Kräuter und Obst, die zwar einige Minusgrade aushalten, aber auch im Sommer besonders die Wärme schätzen. Außerdem lassen sich in einem Kalthaus Blumen vorziehen, und es ist für viele Zimmerpflanzen eine idealer Sommeraufenthalt.

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