Immobilien : Kurzmeldungen

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DAS MODELL BÜRGERSTADT: ERST MIETEN DANN KAUFEN

Die Mitglieder der Bewohnergenossenschaft Choriner Straße zahlen 250 Euro „Eintrittsgeld“. Außerdem müssen sie der Genossenschaft ein zinsloses Darlehen in Höhe von 255 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stellen. Bei einer 60-Quadratmeter-Wohnung sind das gut 15300 Euro. Die Darlehensgeber sind dadurch Teileigentümer der Genossenschaft. Ziehen sie nicht selbst in die von ihnen finanzierte Wohnung ein, dürfen sie entscheiden, wer sie bekommt. Sie haben ferner das Recht, die Immobilie zu erwerben. Das Darlehen wird dann auf den Kaufpreis angerechnet.

Das Geld benutzt die Genossenschaft als Eigenkapital zum Erwerb von Wohnhäusern und für deren Modernisierung. Der Staat steuert eine Investitionszulage von 22 Prozent bei. Hinzu kommt noch die Eigenheimzulage sowie für Familien das Baukindergeld. Daher liegen die „Mieten“ für die Genossenschaftsmitglieder in der Choriner Straße bei weniger als fünf Euro pro Quadratmeter. Die Summe enthält ein Euro Tilgung. Die Mitglieder der Genossenschaft können ihr Hausnach etwa 15 Jahren in Eigentumswohnungen umwandeln. Dann müssen sie noch einmal rund 500 Euro pro Quadratmeter bezahlen, damit ihnen die Räume ganz gehören. Die Genossen sind dann Eigentümer einer Wohnung in begehrter Berliner Innenstadtlage – zum Kaufpreis des Jahres 2002.

Dieser beträgt laut Bürgerstadt-Vorstand Hammann rund 450 Euro pro Quadratmeter. Dies sei der „ermittelte Verkehrswert für diese Gegend“. Für ein unsaniertes Haus. Hinzu kommen noch einmal 920 Euro pro Quadratmeter Modernisierungskosten. Laut Ludovica Scarpa, „Mietercoach“ der Bürgerstadt AG sind das 200 Euro pro Quadratmeter weniger als bei herkömmlichen Eigentumswohnungen.bhe

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