Immobilien : Kurzmeldungen

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FALLEN VERMEIDEN – PREISE NACHRECHNEN

Eine „telefonische Geschäftsanbahnung“ ist unseriös, heißt es bei der Verbraucherzentrale, und sie verstoße gegen Paragraf 1 des Gesetzes zum Schutze gegen den unlauteren Wettbewerb. Daher sollte man höflich aber entschieden solche Anrufer abweisen. Derzeit verkauften „skrupellose Immobilienvermittler gerne denkmalgeschützte Steuersparmodelle“. Doch diese Immobilien seien meist viel zu teuer und damit unrentabel.

Überhaupt Steuervorteile: Erwerber von Altbauten können zehn Prozent der Sanierungskosten jährlich, zehn Jahre lange von ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen. Voraussetzung: Die Immobilie steht unter Denkmalschutz. Doch Vorsicht: Baudenkmäler sind aufwändig und teurer zu sanieren. Erwerber von Neubauten können zwei Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudeanteils (Altbauten bis 1925: 2,5 Prozent) steuerlich geltend machen und „Werbungskosten“: bei Reparaturen und Verlusten.

Doch Steuervorteile sollten nicht ausschlaggebend bei einem Immobilienerwerb sein, sondern die Renditerechnung. Die geht so: Die zu erwartenden Einnahmen nach Mietspiegel ermitteln und mal 12 multiplizieren. Das ergibt die Jahresnettokaltmiete. Je nach Lage und Vermietungschancen multipliziert man diese Summe mit 12,5 (mäßige Immobilie) bis 18. Diese Bandbreite entspricht Bruttorenditen zwischen 5,5 und acht Prozent. Dieser Betrag wird dadurch geschmälert, dass der Erwerber zusätzliche Kosten hat, zum Beispiel für die Verwaltung der Immobilie. In der Branche heißt es daher, dass Immobilien nach Abzug aller Kosten mit unter drei Prozent rentieren, Steuervorteile eingerechnet. Die Wohnung im Artikel oben sollte trotz mäßiger Lage und Vermietungschancen (nur ein Zimmer) für das 22,8 fache verkauft werden. ball

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