Immobilien : Kurzmeldungen

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DIE BAUPLÄNE AM ALEXANDERPLATZ

Der Entwurf für die Neugestaltung des Alexanderplatzes stammt von dem Architekten Hans Kollhoff, der 1993 den städtebaulichen Wettbewerb gewann. Demnach sollten 13 Hochhäuser mit bis zu 150 Meter Höhe und 42 Stockwerken entstehen, später wurde die Zahl der Türme auf zehn reduziert.

Als Erste unterschrieben im Mai dieses Jahres zwei Investoren einen „städtebaulichen Vertrag“.Käufer der landeseigenen Flächen auf dem Alexanderplatz ist die „Hotel Stadt Berlin Grundstücks GmbH“, eine Tochter der Interhotelgruppe. Sie erwarb 4530 Quadratmeter auf den Areal des Forum-Hotels, das bereits ihr gehört, zu einem Preis von 3650 Euro pro Quadratmeter (14,5 Millionen Euro insgesamt). Bauen wollen auch zwei Töchter des US-amerikanischen Immobilienriesen Hines. An der Südostecke des Platzes, gegenüber dem Haus des Lehrers, sicherten sie sich für gut 19 Millionen Euro 5329 Quadratmeter. Im „Bodenrichtwertatlas" sind für die Filetgrundstücke Werte von rund 4500 Euro pro Quadratmeter ausgewiesen. Darüber hinaus will der Kaufhof-Entwickler Asset das Warenhaus auf dem Alexanderplatz umgestalten. Bis 2013 sollen dort nun Einkaufspassagen, Hotels und Wohnungen entstehen, vor allem aber Büroflächen. Nach den Kollhoff-Plänen war ursprünglich von 1,5 Millionen Quadratmetern Geschossfläche für Gewerbe und Wohnungen die Rede.

Eine Verpflichtung, ihre Pläne zu verwirklichen, haben die Investoren nicht. Wenn alles nach dem Zeitplan läuft, den sich die Stadt vorstellt, fangen die Arbeiten am Alexanderplatz bis zum 31. März 2006 an. Die Sockelblöcke, aus denen dann später die Hochhäuser emporwachsen sollen, müssen demnach bis 2008 fertiggestellt sein. Bis Ende Oktober 2008 würde der Turmbau beginnen und bis Ende 2013 abgeschlossen sein. mbk

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