Immobilien : Kurzmeldungen

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DIE IMMOBILIENKRISE IN DEUTSCHEN METROPOLEN

Berlin ist nicht die einzige Stadt in der Bundesrepublik mit einem problematischen Immobilienmarkt. Nach Ermittlungen des Maklerkonzerns Atis Real Müller International ging die vermietete Fläche auf dem deutschen Markt für Büroimmobilien im vergangenen Jahr um insgesamt 23 Prozent zurück. Dabei berücksichtigte das Unternehmen die Städte Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Der stärkste Rückgang bei der Zahl vermieteter Immobilien sei in München (42 Prozent), Stuttgart (-38 Prozent) und Frankfurt (-29 Prozent) zu verzeichnen. Berlin habe dagegen das Vorjahresergebnis gehalten. Allerdings sagt dieser Vergleich wenig über die Krisenfestigkeit der genanten Märkte aus. So profitierte die wesentlich größere und bevölkerungsstärkere Hauptstadt, anders als Frankfurt und München, nicht von der Sonderkonjunktur auf dem deutschen Immobilienmarkt im Jahr 2001, als in Frankfurt und München Vermietungsrekorde verzeichnet wurden. Und trotz des Rückgangs der Zahlen im vergangenen Jahr konnten Immobilieneigentümer in der Mainmetropole neue Nutzer für Flächen von zusammen 536000 Quadratmetern finden, 30 Prozent mehr als in der Hauptstadt (404000 Quadratmeter). Auch an der Isar wurden Mietverträge mit einer zusammengerechnet höheren Gesamtfläche (485000 Quadratmeter) als in der Hauptstadt unterzeichnet. Wie groß der Abstand des Berliner Marktes zu dem der beiden wichtigsten deutschen Immobilienmetropolen ist, macht auch ein Vergleich der Höchstmieten deutlich: 42 Euro je Quadratmeter zahlen Unternehmen in Frankfurt, gegenüber nur 26 Euro in Berlin, das sind vier Euro weniger als in München. Hohe Mieterträge führen beim Immobilienhandel meist zu hohen Erlösen. ball

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