Immobilien : Kurzmeldungen

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EINE GANZ UNGEWÖHNLICHE BANK

Die „Gemeinschaft für Leihen und Schenken“ (GLS) in Bochum ist kein gewöhnliches Kreditinstitut: Sie ist nicht gewinnorientiert, sondern finanziert ökologische und soziale Projekte. Ihrem Anspruch gemäß legt sie bei allen Krediten den Betrag sowie Namen und Adresse des Schuldners offen. Das Startkapital der Genossenschaftsbank, 11,2 Millionen Euro, brachten bisher 12460 Mitglieder ein. Anteile gibt es ab 100 Euro. Sie werden nicht verzinst, und es gibt keine Dividende. Kundenkredite finanziert die Bank aus Kapitaleinlagen von 24000 Genossen: Ende 2002 betrug das Volumen 240,6 Millionen Euro, 22,3 Prozent mehr als 2001. Die Bank vergab Kredite in Höhe von 147,6 Millionen Euro. Gut 17 Prozent davon wurden zu einem Zinssatz von 4,3 Prozent an überwiegend gemeinnützige Einrichtungen vergeben. Kredite im Wert von 30000 Euro fielen aus. Fehlendes Eigenkapital kann durch Bürgschaftskredite (siehe Artikel) oder Leih und Schenkgemeinschaften ersetzt werden. Dabei verpflichten sich Unterstützer eines Projektes, über einen festgelegten Zeitraum monatlich einen bestimmten Betrag bei der GLS einzuzahlen. Vorab zahlt die Bank diese Summe als Kredit an das Projekt. Am 1.April übernahm die GLS-Bank die Not leidende Frankfurter Ökobank. Sie hat dann mit einer Bilanzsumme von 410 Millionen Euro die Größe einer mittleren Volksbank. Durch die Übernahme bietet die GLS-Bank erstmals Girokonten und EC-Karten an. Ökologische Baufinanzierungen für private Bauherren sollen hinzukommen. Und das Kürzel GLS steht künftig für den neuen Namen: „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“. bhe

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