Leuchten : Bewegungsmelder nicht nur gegen Einbrecher

Wer kennt das nicht: Man geht in der Dunkelheit eine Straße entlang und "Klick", geht das Licht an. Irgendwie fühlt sich dann jeder ertappt. Dabei sind Lampen mit Bewegungsmelder ein sehr nützliche Sache. Nur sollten sie richtig eingestellt sein.

Stephanie Hoenig[dpa]
Leuchten
Besonders im Außenbereich lohnen sich Leuchten mit Bewegungsmelder. -Foto: ddp

Leuchten mit Bewegungsmelder sind in mehrerer Hinsicht praktisch. Sie schalten automatisch das Licht an, wenn Bewohner und Gäste nach Hause kommen. Außerdem werden Einbrecher abgeschreckt, da sie nicht im hellen Rampenlicht stehen wollen. "In Innenräumen machen Bewegungsmelder Sinn, wenn das Licht beim Durchqueren des Raumes nur für kurze Zeit benötigt wird", sagt Klaus Jung vom Fachverband Energie-Marketing und -Anwendung in Frankfurt.

"Am Hauseingang, auf den Zuwegen und im Garten sorgen Bewegungsmelder dafür, dass das Licht nicht die ganze Nacht brennen muss", erklärt Thomas Spillmann von der Fördergemeinschaft Gutes Licht in Frankfurt. Stolperfallen und Treppenstufen werden nur dann ausgeleuchtet, wenn es notwendig ist. Und durch das automatische Ausschalten spart der Hausbesitzer Strom.

Als alleiniger Schutz gegen Einbrecher zu wenig

In Sachen Einbruchschutz kann eine Beleuchtung mit Bewegungsmeldern jedoch nur eine Ergänzung sein. "Bewegungsmelder machen zur Abschreckung von "ungebetenen Gästen" zwar Sinn, da Einbrecher Licht in der Dunkelheit meiden", sagt Udo Bühler vom hessischen Landeskriminalamt in Wiesbaden. Sie seien aber kein Ersatz für gut gesicherte Türen und Fenster.

Leuchten mit Bewegungsmeldern, die auch Diebe abschrecken, sollten mit Glühlampen bestückt werden. "Denn nur Glühlampen geben sofort den kompletten Lichtstrom ab", erläutert Spillmann. Energiesparlampen brächten dagegen erst mit ein wenig Verzögerung die volle Leistung. Gut sei, wenn die Leuchte zusätzlich einen Dämmerungsschalter hat: Dann brennt die Leuchte nur nach Anbruch der Dunkelheit. Das spart Energie am Tag. Mittlerweile gebe es auch Lampen mit integriertem Dämmerungsschalter. Diese könnten in vorhandene Leuchten eingeschraubt werden.

Fußgänger nicht belästigen

"Bewegungsmelder im Außenbereich müssen richtig eingestellt sein", betont Spillmann. Sonst fühlten sich auch Passanten wie Verbrecher, wenn sie auf dem Gehweg plötzlich ins Licht eines falsch justierten Sensors geraten. Es sei allerdings schwierig, einen Bewegungsmelder ohne unnötige Belästigung der Fußgänger einzustellen, wenn die Beleuchtung des Grundstücks schon am Zaun beginnen soll.

Bewegungsmelder müssen perfekt eingestellt sein, damit nicht ständig das Licht an- und ausgeht, sagt auch Jung. Nicht nur Menschen, sondern auch Katzen, Hunde oder sogar Vögel könnten bereits das Licht auslösen. Der elektrische Sensor im Bewegungsmelder reagiere auf alle Wärmequellen im eingestellten Bereich. Laien sind nach Auffassung von Jung mit dem korrekten Einstellen der Entfernung und des zu überwachenden Ausschnittes leicht überfordert.

Bewegungsmelder sparen Lichtschalter

"Um Energie zu sparen, sind Bewegungsmelder auch im Innenbereich zu empfehlen", sagt Jung. Gerade auf Treppen und in Durchgangsbereichen könne dies außerdem praktisch sein, wenn der Bewohner gerade beide Hände voll hat. Dies trage zur Sicherheit bei, da dann keiner in der Dunkelheit auf der Treppe herumtappt. Auch in nicht ständig genutzten Kellern seien Bewegungsmelder sinnvoll. Außerdem ersparten Bewegungsmelder die Installation von Lichtschaltern.

"Besonders für Senioren und Menschen, die nachts oft aufstehen müssen, ist ein Bewegungsmelder, der automatisch das Licht einschaltet, auch am Bett sinnvoll", sagt Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus in Hamburg. Mit Bewegungsmeldern ausgerüstete Betten gehörten inzwischen bei vielen Herstellern von Schlafzimmermöbeln zum erweiterten Standardprogramm und würden in gut sortierten Möbelhäusern angeboten.

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