Immobilien : Lukrativer Handwerks- lärm Bei Bauarbeiten sind Minderungen möglich

Morgenstund hat Gold im Mund – diesen Grundsatz beherzigen Handwerker manchmal allzu sehr. Aber auch Klempner, Elektriker und Co. müssen Rücksicht auf die Nachbarschaft nehmen. Die Nachtruhe von zehn Uhr abends bis sieben Uhr morgens sei einzuhalten, sagt Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbundes in Berlin. Abgesehen davon sei Handwerkerlärm grundsätzlich ein Grund, die Miete zu kürzen.

In welcher Höhe die Miete gekürzt werden kann, hängt nach Ropertz’ Angaben davon ab, woher der Lärm kommt und wie die Intensität ist. „Habe ich einen Monat lang Dauerlärm direkt in meinem Haus, kann ich die Miete um 50 Prozent kürzen.“ Hält der Krach nur eine Woche an, sei eine Reduzierung der Miete um 12,5 Prozent möglich.

Auch wenn die Handwerker im Nachbarhaus arbeiten, kann die Miete gekürzt werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob der eigene Vermieter etwas für den Lärm kann oder nicht. „Baulärm ist ein Mangel an der Mietsache, der zur Kürzung berechtigt“, erläutert Ropertz das Prinzip. Ob es im Einflussbereich des Hausbesitzers liegt, an dem Zustand etwas zu ändern, ist nicht entscheidend. dpa

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