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Maklergebühren : Reform mit Grenzen

03.11.2012 00:00 UhrVon Falk Zielke
Den Schlüssel bekommen die neuen Besitzer am Ende vom Makler. Für die Vermittlungsleistung müssen sie allerdings eine Provision zahlen. Foto: Foto: Kai Remmers Bild vergrößern
Den Schlüssel bekommen die neuen Besitzer am Ende vom Makler. Für die Vermittlungsleistung müssen sie allerdings eine Provision zahlen. - Foto: Foto: Kai Remmers

Verdienen Makler zu viel über Gebühr? Anstöße zur Neuregelung gibt es viele. Auch die Höhe der Provisionen ist umstritten.

Die Zahl ist beeindruckend: „Rund 2,5 Millionen Wohnungswechsel gibt es jährlich in Deutschland“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Angeboten werden die freien Wohnungen oft von Maklern, die sich für ihre Arbeit von den künftigen Mietern bezahlen lassen. Wie berichtet, sollten die Kosten nach dem Willen des Hamburger Senats vom Vermieter getragen werden. Dafür zeichnet sich im Bundesrat eine Mehrheit ab. Doch wie viel Provision dürfen Makler überhaupt verlangen? Antworten auf wichtige Fragen: Wie hoch sind Maklergebühren in der Regel?

Die Höhe der Maklergebühren ist gesetzlich begrenzt. „Mehr als zwei Monatsmieten inklusive Mehrwertsteuer dürfen Makler für die Vermittlung einer Mietwohnung nicht verlangen“, erklärt Ropertz.

Maßgeblich ist dabei nicht die Bruttomiete – also inklusive Nebenkosten –, sondern die Nettokaltmiete. Theoretisch dürfen Makler auch weniger verlangen. Das passiert allerdings in der Praxis eher selten.

Wer muss die Gebühren zahlen? Ob Mietinteressent oder Vermieter die Courtage zahlen müssen, ist gesetzlich nicht geregelt. Häufig kommen die Interessenten für die Kosten auf. Grundsätzlich gilt: „Sobald der Makler eine Leistung erbracht hat, muss die Provision auch gezahlt werden“, erklärt Ropertz. Dafür reicht es, wenn der Makler die Besichtigung einer Wohnung ermöglicht oder den Kontakt zum Vermieter herstellt. Fällig wird die Courtage, wenn der Mietvertrag unterschrieben wurde.

Sind Maklergebühren verhandelbar? Theoretisch schon. „Man kann versuchen zu handeln“, sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Ob das klappt, hängt allerdings vom Einzelfall ab. „Wenn der Makler jemanden findet, der bereit ist, die geforderte Provision zu zahlen, hat man unter Umständen das Nachsehen.“ Wenn Mietinteressenten allerdings selbst einen Makler mit der Suche nach einer Wohnung beauftragen, könnten sie durchaus über die Courtage verhandeln.

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