Immobilien : MELDUNGEN

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Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) hat ihre Zahlen zum Büromarkt Deutschland für 2004 vorgelegt. Diese wurden von 50 Vertretern der Branche, darunter alle wichtigen Makler erhoben. Untersucht wurden die Bürostandorte Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Der Leerstand erhöhte sich auf 8,3 Millionen Quadratmeter. Dies entspricht einer Quote von 11,1 Prozent (Vorjahr: 9,9 Prozent). Das ist ein NachkriegsRekordwert. Der Leerstand in den einzelnen Märkten: Berlin 9,7 %, Dresden 15,7%, Düsseldorf 13,3%, Frankfurt 17,9%, Hamburg 8,4%, München 13,6%, Stuttgart 5,7%. Der Gesamtumsatz bewegte sich mit 2,2 Millionen Quadratmetern etwa auf Vorjahresniveau. Am stärksten stieg der Umsatz in Hamburg (+49 Prozent) und Berlin (+6 Prozent). In Frankfurt ging der Umsatz am Stärsten zurück (–32%).

Überbewertung von Immobilien

Die Europäische Zentralbank warnt in ihrem Monatsbericht vor der Gefahr, dass die große Menge Geld im Euro-Raum zu einer Preisblase an den Immobilienmärkten führen könnte. Der hohe Liquiditätsüberschuss und das starke Kreditwachstum könnten die Preise für Grundeigentum nach oben treiben. Bei einer Verknappung der Nachfrage drohe die Preisblase zu platzen – und Eigentümern hohe Verluste bescheren.

Weniger Umsatz bei Bauprojekten

Die Hersteller von Fertighäusern erwarten in diesem Jahr eine geringere Nachfrage. Jeder zweite industrielle Hersteller von Holzfertighäusern habe zu Jahresbeginn einen niedrigeren Auftragsbestand als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres verzeichnet, so der Bundesverband Deutscher Fertigbau.

GdW fordert Abrisskündigung

Der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) verlangt die Einführung der Abrisskündigung. Eine entsprechende Anhörung findet zurzeit im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages statt. Hintergrund ist der erforderliche Abriss und die Rückbaupläne bei Plattenbausiedlungen in den bevölkerungsarmen Teilen der neuen Bundesländer. Die Wohnungsunternehmen befürchten, dass ohne diese gesetzliche Grundlage Mieter auch bei Vermittlung von Ersatzwohnungen den Rückbau blockieren könnten. ball

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