Immobilien : Mieterhöhungen sind programmiert

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Die Mieter vom Zentrum Kreuzberg müssen mit Mieterhöhungen rechnen. Denn die Immobilie bekommt ab 2005 keine Zuschüsse mehr, und deshalb darf der Eigentümer mehr Miete verlangen, um seine Kosten decken zu können. Schuld an den hohen Kosten sind die vielen Kredite, die die Investitionsbank den Bauherren in den letzten 30 Jahren gab. So lange diese Darlehen nicht zurückgezahlt sind, gilt das „Sozialwohnungsmietpreisrecht“, und das erlaubt die Erhöhung der Mieten auf Kostenniveau. Theoretisch könnte der Eigentümer der Immobilie gut zehn Euro pro Quadratmeter verlangen – wenn die Mieter (oder für diese das Sozialamt) so viel bezahlen. Besser gestellt wären die Mieter im Falle einer Insolvenz. Denn dann übernimmt ein Insolvenzverwalter die Verwaltung, dieser muss die Mietverträge übernehmen, kann aber nicht mehr so stark die Mieten erhöhen. Denn es gelten dann die allgemein üblichen Mietgesetze, und diese erlauben dem Eigentümer eine Mieterhöhung um maximal 20 Prozent innerhalb von drei Jahren, sofern dadurch die ortsüblichen Preise für vergleichbare Wohnungen nicht überstiegen werden. Eine Zwangsversteigerung erleichtert die Kündigung von Wohnungsmietverträgen nicht. Dann gilt ebenfalls, was bei jedem Mietvertrag für Wohnräume der Fall ist: Hat der Eigentümer einen „berechtigten Eigenbedarf“, weil er beispielsweise selbst in seine Wohnung einziehen will, dann kann er dem Mieter kündigen. ball

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