Immobilien : Mit Markenware auf der sicheren Seite Beim Werkzeugkauf auf Qualität achten

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Werkzeug wird in jedem Haushalt gebraucht. Wer aber beim Kauf vom Schraubenzieher bis hin zum Schlagbohrer nur auf den Preis achtet, bekommt unter Umständen Probleme. Das gilt schon bei einfachen Arbeiten wie dem Lösen einer Schraube: Ein Werkzeug von minderer Qualität kann den Kopf der Schraube ruinieren – und diese sitzt noch immer felsenfest in der Wand. In schlimmeren Fällen drohen durch „schlechtes“ Werkzeug sogar Verletzungen. Doch woran ist „gutes“ Werkzeug zu erkennen? Fachleute wissen Rat.

„Ein großes Problem beim Werkzeugkauf besteht darin, dass Qualitäts-Handwerkzeuge rein optisch nur schwer von ,Schrott‘ zu unterscheiden sind“, sagt Peter Birkholz von der Stiftung Warentest. Ein Schraubenzieher zum Schnäppchenpreis oder ein billiger Schraubenschlüsel aus der Schütte an der Baumarktkasse sehe manchmal auf den ersten Blick sogar besser aus als Markenware.

Auch die Herkunft eines Werkzeugs lässt Peter Birkholz zufolge nicht unbedingt Rückschlüsse auf die Qualität zu. So könne auch ein in Asien oder Osteuropa gefertigtes Produkt, das von manchen kritisch beäugt wird, durchaus akzeptabel sein. Auf der sicheren Seite ist der Verbraucher nach Worten des Experten, wenn er sich für Produkte bekannter Markenhersteller entscheidet.

„Auf der sicheren Seite“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur, Qualität fürs Geld zu bekommen, sondern auch, Unfällen bei der Arbeit vorzubeugen: Denn wenn plötzlich der Stiel einer Axt oder eines Hammers zersplittert, ist das lebensgefährlich. Deshalb muss hier darauf geachtet werden, dass die Verbindung von Stiel und Kopf des Werkzeugs mit einer sichtbaren Keilhülse gesichert ist. Beim Kauf elektrischer Heimwerkermaschinen ist besondere Sorgfalt wichtig. Denn viele der preisgünstig angebotenen Produkte halten größeren Belastungen nicht lange stand, wie Birkholz berichtet – und können damit zum Risiko für den Nutzer werden. Auch Billigwerkzeug, das sich reibungslos handhaben lässt, kann der Gesundheit schaden: „Werkzeuge aus Fernost enthalten oft so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)", sagt Birkholz. Sie gelten als Krebs erregend, aufgenommen werden sie über die Haut. Die Stiftung Warentest habe dies bereits bei mehreren Untersuchungen von Werkzeugen festgestellt. Birkholz rät Käufern daher, an den Gummiteilen der Produkte zu riechen. Haben diese einen unangenehmen Geruch, sollte das Gerät nicht gekauft werden.

Heimwerkern, die nicht viel Geld zur Verfügung haben, aber dennoch Qualität mit nach Hause nehmen möchten, empfiehlt Peter Birkholz Auslaufmodelle bekannter Hersteller. Sie sind häufig vergleichsweise preisgünstig zu haben. Eine Bohrmaschine etwa müsse nicht unbedingt aus der neuesten Baureihe stammen.

Vorsicht ist dagegen beim Kauf von Second-Hand-Werkzeugen über das Internet geboten: „In Zeiten von Internet-Auktionen werden zunehmend auch gebrauchte Elektrowerkzeuge gekauft, um Geld zu sparen“, sagt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus (DSH). Dabei sei aber nur schwer zu überprüfen, ob diese Maschinen die notwendigen Sicherheitsstandards erfüllen.

Immerhin zeigen sich die meisten Baumärkte sehr kulant gegenüber Kunden, die sich über minderwertige Ware beschweren, lautet die Erfahrung von Peter Birkholz. „Aktionsware, die nichts taugt, sollten Käufer in den Baumarkt zurückbringen.“ Das gelte auch für mangelhafte Elektrowerkzeuge. dpa/gms

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