Immobilien : Mit Prämien rechnet sich Bausparen immer Doch die staatlichen Zulagen gibt es wohl 2003 zum letzten Mal

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Nur noch in diesem Jahr gibt es aller Voraussicht nach die Arbeitnehmersparzulage sowie die Wohnungsbauprämie. Denn diese zwei staatlichen Zuschüsse stehen ganz oben auf der Streichliste von Finanzminister Hans Eichel. Zwar erhalten nur Arbeitnehmer diesen Zuschuss, wenn sie bestimmten Einkommensgrenzen einhalten. Ist dies aber der Fall, dann lohnt sich der Abschluss eine Bausparvertrages, weil unter dem Strich mehr als sechs Prozent Rendite auf die eingezahlten Beträge winken.

Um in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage zu kommen, darf ein Lediger nicht mehr als 25000 Euro jährlich verdienen, ein Ehepaar nicht mehr als 51200 Euro. Bei diesen Obergrenzen handelt es sich um das zu versteuernde Einkommen, also das Bruttoeinkommen abzüglich Werbungskosten sowie sonstigen Freibeträgen. Noch niedriger liegen die Einkommensgrenzen bei der Gewährung der zehnprozentigen Arbeitnehmersparzulage, von der man bei der Einzahlung von vermögendswirksamen Leistungen beispielsweise in einen Bausparvertrag profitiert: Diese betragen 179000 Euro bei ledigen sowie 35800 Euro bei verheirateten Paaren. Wer diese Bedingungen erfüllt, erhält durch die staatlichen Zuschüsse eine Zusatzrendite von zwei Prozentpunkten. Da sich Bausparverträge in der Regel mit etwa vier Prozent rentierten ergeben sich Gesamtrenditen von rund sechs Prozent.

Allerdings ist nach Angaben der Stiftung Warentest Vorsicht bei der Auswahl des Bausparvertrages geboten, denn die Zinsunterschiede betragen je nach Anbieter bis zu ein Prozentpunkt. Hinzu kommt, dass bei vielen Kassen eine Abschlussgebühr bei Vertragsunterzeichnung fällig wird, und diese ebenfalls Sparleistung und Rendite schmälern. Auch wenn die Kassen zusagen, dass sie diese Abschlussgebühr zurückzahlen, wenn ihr Kunde kein Darlehen nach Abschluss der Sparphase in Anspruch nimmt, zahlen nicht alle Kassen die Gebühr einschließlich Zinsen zurück. Auch dies schmälert die Rendite.

Einen Vergleich der Tarife verschiedener Kassen liefert die Stiftung Warentest in ihrem November-Heft. Sie hat vier Modellfälle durchgerechnet, um das Bausparen mit einer Kombination aus Banksparplan und -finanzierung zu vergleichen. Bei den meisten Tarifen ist Bausparen günstiger. ball

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