Monopoly : Orange ist die beste Lage

Ita Hoffmann fährt heute zur Weltmeisterschaft der Monopolyspieler. Im Interview verrät sie ihre Tricks.

Susanne Ehlerding
Ita Hoffmann aus Berlin spielt seit zehn Jahren Monopoly – am liebsten mit Freunden oder der Familie. Die erste Deutsche Meisterin besitzt vier verschiedene Spielbretter, darunter die Schokoladen-Edition.
Ita Hoffmann aus Berlin spielt seit zehn Jahren Monopoly – am liebsten mit Freunden oder der Familie. Die erste Deutsche Meisterin...Foto: dpa

Frau Hoffmann, haben Sie im Beruf auch mit Immobilien zu tun?

Nein gar nicht, ich arbeite in der Lohnabrechnung.

Da geht es um das Geld der abhängig Beschäftigten. Für sie war das Ur-Monopoly „The Landlord’s Game“ ja mal als Warnung gedacht: Als Immobilieneigentümer wird man reich, alle anderen bleiben arm.

Diese Geschichte kannte ich noch gar nicht… Also ich bin mit meiner Wohnung zufrieden, so ist es nicht.

Wie sind Sie zur Monopolyweltmeisterschaft gekommen?

Das war eher Zufall. Mein Freund hatte sich für eine der Vorrunden für die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft beworben und ich wollte zuschauen. Als wir ankamen, war noch ein Platz frei. Und da habe ich gewonnen.

Was ist Ihre Strategie? Hotels bauen lohnt sich angeblich nicht.

Ja, denn es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Häusern im Spiel. Wenn man zwei Straßenzüge mit der maximalen Anzahl an Häusern bebaut, sind sie schon mal alle weg. Die Gegner müssten dann gleich Hotels bauen und dieses Geld haben sie oft nicht. Dadurch blockiert man die anderen.

Bei Immobilien kommt es auf drei Dinge an: Die Lage, die Lage und die Lage. Bei Monopoly scheinen Parkstraße und Schlossallee die beste Lage zu haben, vom Namen her und weil sie am teuersten sind.

Die sind schön vom Wert her, vor allem wenn man ein Hotel drauf gebaut hat. Aber von der Würfelstatistik sind sie gar nicht so interessant. Denn man kommt dort nicht hin wenn es heißt „Rücke vor bis auf Los“ oder „Gehe ins Gefängnis“. Es sind auch nur zwei Straßen im Vergleich zu den anderen, wo es drei von einer Farbe gibt.

Die beste Lage bei Monopoly haben die orangen Straßen. Die sind so platziert, dass man zwangsläufig öfter drauf kommt, weil man daran vorbei muss, wenn man aus dem Gefängnis kommt. Die roten Straßen sind auch gut, da gibt es die Karte „Rücke vor bis zum Opernplatz“.

Wenn man keine Immobilie abbezahlen muss, bleibt mehr Geld für die schönen Dinge des Lebens. Mieten statt kaufen ist bei Monopoly aber keine Option, oder?

Nein, da gibt man das Geld eben für Straßen und Häuser aus. Wenn die anderen Häuser bauen und man selbst nicht, ist die Wahrscheinlichkeit nicht so groß, zu gewinnen. Im Gegenteil: Da hat man schon so gut wie verloren. Es gibt auch diese Ereigniskarte „Du wirst zum Vorstand gewählt, zahle jedem Spieler 50“. Nee, diese Karten hat man nicht so gern.

0 Kommentare

Neuester Kommentar