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Bausparkasse Wüstenrot profitiert 2013 von neuen Tarifen

Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse Wüstenrot hat 2013 von neuen Tarifen als Reaktion auf anhaltend niedrige Zinsen profitiert. Das eingelöste Neugeschäft stieg um fast 5 Prozent auf den Bestwert von 12,8 Milliarden Euro, wie die Tochter des Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische in Stuttgart mitteilte. Bespart wurde in Summe also mehr, was Wüstenrot frisches Geld brachte. Die Branche kämpft mit der anhaltenden Niedrigzinsphase, die die finanzielle Vorsorge aus Verbrauchersicht weniger attraktiv erscheinen lässt. Zudem haben Bausparkassen wegen der extrem niedrigen Zinsen Schwierigkeiten, die versprochenen Renditen zu erwirtschaften. Wüstenrot hatte daher im Herbst neue Tarife eingeführt, bei denen die Bausparkasse den Kunden nach eigenen Angaben vergleichsweise wenig verzinsen muss. Umgekehrt müssen Kunden niedrigere Darlehenszinsen abbezahlen.

Die Bausparkasse war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil sie 15 000 Kunden gekündigt hatte, deren Angespartes die Bausparsumme überstiegen hatte. Nach eigenem Bekunden will Wüstenrot aber an der Praxis festhalten, voll besparte Bausparverträge mit relativ hohen Zinszahlungen zu kündigen. dpa

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