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Weniger Zwangsversteigerungen von Immobilien

In Deutschland werden – von einigen Ausnahmen abgesehen – weniger Immobilien zwangsversteigert. Die Zahl der Versteigerungstermine an den Amtsgerichten sei im ersten Halbjahr 2010 um 2,5 Prozent auf 43 602 zurückgegangen, teilte der Ratinger Fachverlag Argetra mit, der die Termine erfasst. Die Summe der Verkehrswerte nahm um 6,6 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro ab. Im bundesweiten Durchschnitt wurde ein Versteigerungsobjekt mit 165 336 Euro angesetzt. Knapp drei Viertel der angebotenen Immobilien waren dabei erstmals im Angebot. Der Verlag rechnet auch in der zweiten Jahreshälfte mit einer weiteren Entspannung.

Auffällig waren die Hansestädte Hamburg und Bremen: Während sich an der Elbe die Zahl der Versteigerungstermine auf 220 mehr als halbierte (minus 53 Prozent), legte sie an der Weser um mehr als ein Fünftel auf 351 Termine zu. Für Schleswig-Holstein verzeichnete der Verlag ein Minus von 6,1 Prozent, ähnlich sah es in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 5,6 Prozent aus. Nordrhein-Westfalen, das traditionell an der Spitze steht, blieb mit 9538 Terminen nahezu unverändert. Jedoch schnellte die Zahl in Städten wie Bochum, Duisburg und Mönchengladbach um mehr als ein Viertel hoch. Auch Wiesbaden in Hessen legte mit 48 Prozent Zuwachs deutlich zu. Zu je einem Drittel wurden im ersten Halbjahr 2010 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen versteigert. Die übrigen Objekte waren Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und Garagen. dpa

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