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Hauskauf: Erwerber zahlt Grundsteuer-Rückstände



Wer ein bebautes Grundstück kaufen will, sollte bei der Gemeinde nachfragen, ob der Eigentümer die Grundsteuer bezahlt hat. Denn hat er das nicht, muss der Erwerber für die Rückstände aufkommen. Darauf weist die Notarkammer Berlin hin. Sind Beträge offen, sollte der Käufer darauf bestehen, dass der Verkäufer diese vor der Beurkundung ausgleicht und die Zahlung nachweist. Es sei auch möglich, einen Teil der Kaufsumme dafür zu nutzen. Käufer und Verkäufer sollten sich ebenfalls erkundigen, ob Erschließungsmaßnahmen geplant sind oder sogar schon begonnen, aber noch nicht in Rechnung gestellt wurden. Denn wer für die Maßnahmen aufkommen muss, hänge davon ab, wann diese „bautechnisch gestartet wurden“. Für alle Arbeiten, die bis zum Tag der Beurkundung angefangen wurden, muss der Verkäufer zahlen – auch wenn diese noch nicht abgeschlossen sind und noch keine Rechnung vorliegt.Tsp

Vor Wohnungskauf die Eigentümerbeschlüsse prüfen

Anhand der Protokolle der Eigentümerversammlung können sich potenzielle Wohnungskäufer ein gutes Bild über Wohnanlage und -gemeinschaft machen. Vor dem Kauf einer Wohnung in einer Gemeinschaftsanlage sollten sich Interessenten daher die Protokolle der jüngsten Versammlungen zeigen lassen. Gleiches gilt für die Wirtschaftspläne und die Beschlusssammlung. So erfahren angehende Käufer, ob Modernisierungen, bauliche Veränderungen oder Sonderumlagen beschlossen wurden, die zusätzlich bezahlt werden müssen. Darauf weist der Verein „Wohnen im Eigentum“ in Bonn hin. Auch ob alle Eigentümer ihre Beiträge regelmäßig zahlen, sollte aus den Unterlagen zu ersehen sein. Wenn nicht, ist es ratsam, den Verkäufer der Immobilie auf die Rückstände anzusprechen. Denn gibt es schon Rückstände, drohen zusätzliche Kosten und Auseinandersetzungen zwischen den Eigentümern. dpa

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