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Ost-Immobiliengesellschaft TLG

vor Verkauf mit Rekordplus

Die bundeseigene Immobiliengesellschaft TLG heizt vor ihrem geplanten Verkauf mit einem Rekordplus den Investoren-Wettlauf an. Die auf Ostdeutschland spezialisierte frühere Treuhand-Tochter erzielte mit 40,6 Millionen Euro das beste operative Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Das waren nach Angaben vom Dienstag 4,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Unterm Strich verblieb ein Gewinn von 18,4 Millionen Euro. Das Plus fiel aufgrund von Sonderbelastungen im Zuge der Privatisierung etwas geringer aus als im Vorjahr (19,7 Mio Euro). Der Wert des bilanzierten Immobilienvermögens erhöhte sich von 1,685 Milliarden auf 1,716 Milliarden Euro, die Mieterlöse stiegen von 144 Millionen auf 148 Millionen Euro. Der Verkauf der TLG soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Bis zum Sommer sollen Investoren verbindliche Angebote unterbreiten. Zuletzt hieß es, voraussichtlich ab Ende Mai/Anfang Juni stehe fest, mit welchen Investoren abschließende Verhandlungen geführt werden. Auf Interesse stoßen vor allem die etwa 11 500 TLG-Wohnungen. Neben finanzstarken Geldgebern beteiligt sich auch die Linkspartei über eine Genossenschaft an dem Bieterwettbewerb. Die TLG war 1991 als Treuhand Liegenschaftsgesellschaft gegründet worden, um nicht-betriebsnotwendige Grundstücke von DDR-Betrieben zu vermarkten. dpa

Hausanschlussleitungen in Berlin

sollen bis 2013 bleifrei werden

Zwanzig Monat vor Ablauf der gesetzlichen Frist zur Auswechselung alter Hausanschlussleitungen aus Blei haben ihre Arbeiten weitestgehend abgeschlossen. Laut Mitteilung vom Donnerstag sind die Bezirke Reinickendorf, Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf, Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf „bereits bleifrei“. In den drei Südwest-Bezirken Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof- Schöneberg und Neukölln lägen noch zahlreiche Bleianschlüsse in der Erde. In den vergangenen fünf Jahren haben die Wasserbetriebe nach eigenen Angaben rund 13 000 bleihaltige Anschlüsse ausgetauscht. Das Unternehmen rechnet damit, dass von den rund 280 000 Berliner Trinkwasser-Hausanschlüssen noch rund 1600 Rohre Blei enthalten. Ein großer Teil davon seien Einfamilienhäuser, deren Besitzer auf die seit mehr als 20 Jahren angebotenen Vorteilskonditionen für den Leitungstausch nicht reagiert hätten. Dazu kämen fast 3000 weitere Gebäude – ebenfalls vorwiegend Einfamilienhäuser – bei denen die Bleileitungen im Verantwortungsbereich der Wasserbetriebe bereits entfernt worden sind, die aber im Haus selbst, also in Verantwortung des jeweiligen Eigentümers, noch ein Stück Blei-Anschlussrohr haben. Bü.

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