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Deutlich mehr Wohnungen gebaut – Boom bei Wohnheimeinheiten

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland deutlich mehr Wohnungen fertiggestellt worden als 2010. Mit rund 183 000 Wohnungen wurde der Vorjahreswert um 23 000 Stück oder 14,6 Prozent übertroffen, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Einen hohen Zuwachs von 15,5 Prozent gab es bei den gut 61 000 Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern. Die Zahl der fertiggestellten Einfamilienhäuser kletterte um 14,3 Prozent auf 81 100. Einen Boom mit einem Zuwachs von 72,2 Prozent gab es bei Wohnungen in Wohnheimen. Hier entstanden knapp 3000 neue Einheiten. In bestehenden Gebäuden wurden knapp 19 000 neue Wohnungen geschaffen. Der deutsche Wohnungsbau hatte 2009 mit 159 000 Wohnungen einen Tiefpunkt erreicht. dpa

„Finanztest“: Immobilienpreise

in Großstädten stark gestiegen

Bezahlbarer Wohnraum ist in deutschen Großstädten und Ballungszentren immer schwerer zu finden. Im ohnehin teuren München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr im Schnitt um 8,7 Prozent, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“. Wegen der Euro- Krise versuchen immer mehr Anleger, ihr Geld in Immobilien anzulegen. In Großstädten wie Hamburg und Berlin erhöhten sich deshalb die Immobilienpreise um mehr als acht Prozent. In den meisten der mehr als 400 deutschen Städte und Landkreise dagegen stiegen sie nur um ein bis drei Prozent. In den meisten Landesteilen müssen sich Käufer laut „Finanztest“ jedoch nicht mit finanzkräftigen Investoren messen. In Städten wie Kiel, Bremen, Magdeburg oder Leipzig seien die Preise moderat. AFP

Verbraucherschützer: Kosten für Energiewende gerecht verteilen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat eine gerechtere Verteilung der Kosten für die Energiewende gefordert. Bislang werde ein Großteil der Kosten für den Ausstieg aus der Atomenergie den Verbrauchern per Umlage aufgebürdet. Zugleich sei die Industrie von den Zusatzkosten befreit, sagte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Außerdem müssten die Anreize zum Energiesparen erhöht werden. So sollten neben Stromtarifen, die einen niedrigen Verbrauch belohnen, die geplanten Steuererleichterungen für energetische Sanierungsmaßnahmen von Gebäuden umgesetzt werden, forderte Billen. Experten rechnen in den kommenden Jahren mit massiven Kostensteigerungen. Allein die Preissteigerungen durch Netzentgelte und die sogenannte EEG-Umlage zur Förderung alternativer Stromerzeuger könnten sich in den kommenden beiden Jahren auf bis zu sechs Cent pro Kilowattstunde (kWh) summieren, rechnete Billen vor. epd

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