NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Fassadensanierung: Mieter müssen auf Sat-Anlage verzichten

Mieter müssen während der Fassadensanierung auf ihre Satellitenschüssel verzichten. „Für den Zeitraum der Arbeiten muss die Schüssel von der Außenwand entfernt werden“, sagt Hermann-Josef Wüstefeld vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Ganz auf den Fernsehempfang verzichten müssten die Bewohner aber nicht. Der Vermieter müsse eine Alternative anbieten, etwa eine DVBT-Antenne. Macht er dies nicht, könnten Mieter sich selber eine kaufen und dem Vermieter die Anschaffungskosten in Rechnung stellen. Alternativ könnten Mieter für den Zeitraum, in dem der Fernsehempfang nicht möglich ist, die Miete kürzen. Auch die Kosten für den Auf- und Abbau der Satellitenschüssel könnten Mieter an den Vermieter weiterreichen. Handelt es sich allerdings um eine energetische Sanierung, könne der Vermieter diese Aufwendungen in die Sanierungskosten mit einfließen lassen. „Damit steigt dann unter Umständen auch die Mieterhöhung, weil die Sanierungskosten auf die Mieter umgelegt werden können.“ dpa

Laminat ist nicht gleich Parkett – und auch nicht gleich viel wert

Ein Laminatfußboden erhöht den Wohnwert einer Wohnung nicht automatisch. Denn ein preiswerter Laminatfußboden hat nicht zwangläufig dieselben Eigenschaften wie ein Parkettfußboden, befand das Amtsgericht Charlottenburg (Az.: 231 C 494/11), wie die Zeitschrift „Das Grundeigentum“ des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin berichtet. Daher sei er in einem solchen Fall auch kein Grund für eine Mieterhöhung.

In dem verhandelten Fall wollte ein Vermieter die Miete erhöhen. Zur Begründung verwies er unter anderem auf den verlegten Laminatfußboden. Da der Mieter die höhere Miete nicht zahlen wollte, zog der Vermieter vor Gericht. Ohne Erfolg: Der verlegte Boden stamme mit einem Materialpreis von 15 Euro pro Quadratmeter nicht aus dem obersten Preissegment. dpa

Vor dem Grundstückskauf: Käufer sollten mit den Behörden sprechen

Wer ein Grundstück kaufen will, sollte vorher mit den Behörden reden. Interessenten erkundigen sich am besten, ob es für das infrage kommende Terrain schon einen Bebauungsplan gibt, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB) in der Broschüre „Nachbarrecht“. Gibt es keinen Bebauungsplan, müssten sich Neubauten nach Form und Art an den bereits bestehenden Gebäuden in der Nachbarschaft orientieren. Kaufinteressenten sollten in einem solchen Fall auch eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Baubehörde einreichen. So könne geklärt werden, ob die Wünsche überhaupt Aussicht auf Genehmigung haben. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben