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Bauherren dürfen nicht doppelt besteuert werden

Bauherren dürfen nach dem Kauf eines Grundstücks nicht doppelt besteuert werden. Das Finanzamt kann die Grunderwerbsteuer nur aus dem Grundstückswert verlangen, berichtet der Bund der Steuerzahler unter Berufung auf eine Entscheidung des Niedersächsischen Finanzgerichts (Az.: 7 K 192/09). Wird auf dem Grundstück später ein Haus gebaut, darf der Wert des geplanten Gebäudes bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer nicht herangezogen werden. Denn der Bauherr muss für das Errichten des Hauses auch noch Umsatzsteuer auf die Bauleistungen zahlen. Gegen dieses Urteil legte die Finanzverwaltung Revision beim Bundesfinanzhof ein. Dort ist das Verfahren unter dem Aktenzeichen II R 7/12 anhängig. Der eigene Steuerfall ist bis zu einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs offen und kann später noch geändert werden. dpa

Kleinreparaturen müssen oft

vom Mieter bezahlt werden

Kleine Reparaturen in einer Wohnung müssen häufig vom Mieter bezahlt werden. Allerdings nur, wenn dies im Mietvertrag entsprechend geregelt ist. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin hin. In einem Formularmietvertrag müssen Kleinreparaturen sowohl hinsichtlich der zu reparierenden Gegenstände als auch hinsichtlich der vom Mieter maximal zu tragenden Kosten begrenzt sein. Die Pflicht des Mieters zur Reparatur dürfe sich nur auf solche Gegenstände beziehen, die er häufig benutze und die für ihn zugänglich seien. Dazu gehören zum Beispiel Wasserhähne, Lichtschalter, Fenstergriffe und Türschlösser, erklärt der Verband.

Im Mietvertrag müsse zudem sowohl die Gesamtbelastung des Mieters durch Kleinreparaturen als auch die Kosten einer einzelnen Reparatur begrenzt sein.

Nach Angaben von Haus & Grund ist eine Belastung von etwa 100 Euro pro Einzelreparatur und eine jährliche Gesamtbelastung von nicht über neun Prozent der Jahreskaltmiete zulässig. dpa

Wohngemeinschaft nur mit Erlaubnis des Vermieters gestattet

Wer eine Wohngemeinschaft gründen will, muss seinen Vermieter um Erlaubnis fragen. Am besten sei es, im Mietervertrag festzuhalten, dass eine Untervermietung gestattet sei, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Der Hauptmieter sei gegenüber dem Vermieter dann alleine für die Zahlung der Miete verantwortlich. Das Problem: Zieht der Hauptmieter aus, bedeute das in der Regel das Aus für die Wohngemeinschaft. Denn sollte sich der Vermieter nicht auf einen neuen Mietvertrag einlassen, müssten alle Bewohner mit dem Hauptmieter zusammen ausziehen.dpa

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