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Hauseigentümer darf Streupflicht

auf Nachbarn übertragen

Ein Hauseigentümer darf seine Streupflicht auf einen Nachbarn übertragen, wie die Fachzeitschrift „NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht“ unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Schleswig berichtet (Heft 17/2012). Daher haftet der Eigentümer in solchen Fällen beim Sturz eines Passanten nicht. Allerdings muss er sich davon überzeugt haben, dass der Nachbar der Streupflicht ordnungsgemäß nachkommt (AZ: 11 U 137/11). Das Gericht wies damit die Klage einer Passantin ab. Sie war vor einem Grundstück auf Glatteis gestürzt und hielt dem Hauseigentümer vor, seine Streupflicht verletzt zu haben. Der machte geltend, er habe schon seit Jahren einen Nachbarn mit dem Streuen beauftragt. Das OLG hielt dies für wirksam. Außerdem habe der Eigentümer nachgewiesen, dass er den Nachbarn regelmäßig kontrolliert habe. Die Klägerin könne sich daher allenfalls an den Nachbarn halten.dpa

Heizung nachts um maximal

zwei Grad senken

Um Schimmel im Haus zu verhindern, sollte es bei einer möglichst konstanten Temperatur von mindestens 20 Grad beheizt werden. Nachts sollten die Bewohner die Heizung um maximal zwei Grad senken, rät Wilhelmina Katzschmann, Vizepräsidentin der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz in Mainz. Das spart auch Geld: Werde die Heizung weiter heruntergedreht, kühle das Gebäude aus und müsse mit erhöhtem Energieverbrauch am Tag wieder erwärmt werden. Wichtig sei ebenfalls, ausreichend zu lüften. Mangelnde Luftzirkulation lasse die Luftfeuchtigkeit steigen. Am häufigsten breite sich Schimmelpilz im Bad sowie im Schlafzimmer aus, wo nicht selten gar nicht geheizt werde. Rund 17 Prozent der Deutschen leben den Angaben der Kammer zufolge in schimmeligen Wohnungen – mit teils schlimmen Folgen. Denn Schimmel könne zu Schleimhautreizungen, Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Atemproblemen und Augenreizungen führen.dpa

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