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Streuen allein reicht nicht,

Schneerräumen ist Pflicht



Bei Schnee und Eis führt kein Weg am Räumen der Gehwege vor dem Haus vorbei. Generell sind dafür die Grundstückseigentümer und Vermieter verantwortlich – im Mietvertrag können hierzu aber auch die Mieter verpflichtet werden. „Nur streuen reicht nicht“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. „Streuen ist eine Sofortmaßnahme gegen Glatteis.“ Früher oder später müssten aber Eis und Schnee beseitigt werden. Das gelte für alle Wege mit Publikumsverkehr, also auch die Strecke zu den Mülltonnen. Schneit es über längere Zeit, muss auch mehrfach am Tag geräumt werden, sagt Ropertz. Die örtliche Satzungen regeln die Zeiten für das Räumen. Ist das nicht der Fall, können sich Eigentümer und Mieter an der Rechtsprechung orientieren. Laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz beginnt die Räum- und Streupflicht gegen 7 Uhr mit Beginn des „allgemeinen Verkehrs“ (AZ: 5 U 101/08) und endet einem Urteil des Bundesgerichtshofs zufolge gegen 20 Uhr (AZ: VI ZR 125/83).dpa

Mieter dürfen ihre Wohnung

weihnachtlich schmücken

Lichterketten, leuchtende Weihnachtsmänner oder blinkende Sterne – Mieter haben das Recht, ihre Wohnung, die Fenster sowie den Balkon weihnachtlich zu schmücken. Eine Genehmigung des Vermieters brauchen sie dafür nicht, erklärt der Mieterverein München. Allerdings müssen Mieter darauf achten, dass von dem Weihnachtsschmuck keine Gefahr ausgeht. Weihnachtsmänner oder Sterne müssen also so angebracht werden, dass sie auch bei Schneesturm nicht abstürzen und möglicherweise Passanten gefährden. Grundsätzlich gilt auch hier das Rücksichtnahmegebot. Das heißt: Nachbarn dürfen nicht durch ausgefallenen Weihnachtsschmuck wie blinkende Lichter oder singende Rentiere am Schlafen gehindert werden. Geschieht dies doch, dann kann der Betroffene verlangen, dass die Lichter beziehungsweise die Musik ab 22 Uhr ausgeschaltet werden.dpa

An frostfreien Tagen

Fensterdichtungen pflegen

Frieren Fenster- und Türdichtungen bei Minusgraden fest, können sie brechen. Sie sollten daher an einem frostfreien Tag zunächst gereinigt werden, rät Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik (ift) in Rosenheim (Bayern). Anschließend sollten sie mit Talkumpuder, der Feuchtigkeit aufsaugt, oder mit einem speziellen Pflegemittel für Dichtungen eingerieben werden. Das halte das Material geschmeidig und verhindere, dass die Gummimischung festfriert. Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Wasserableitungen in den Fenster- und Türrahmen geputzt werden. Sind diese Abflusskanäle verstopft, könne kein Wasser abgeführt werden und es gefriert, erläutert Benitz-Wildenburg. Das kann zur Folge haben, dass der Rahmen beschädigt wird und nicht mehr richtig schließt.dpa

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