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Prunkwinden können bis zu drei Meter hoch werden. Foto: Marion Nickig/dpa
Prunkwinden können bis zu drei Meter hoch werden. Foto: Marion Nickig/dpaFoto: dpa-tmn

Prunkwinden ab März

im Zimmer vorziehen



Wenn die Prunkwinde (Ipomoea purpurea) ihre Blüten öffnet, beginnt im Garten ein wahres Farbspektakel. Die trompetenförmigen Blüten mit bis zu sechs Zentimetern Durchmesser erstrahlen in Rosa, Magenta, Weiß oder Violett. Damit die bis zu drei Meter hohen Kletterpflanzen Zeit und Raum zum Wachsen haben, sollten sie im März im Zimmer ausgesät werden. Je drei Saatkörner kommen in einen kleinen Topf mit Rankhilfe.

Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) in Berlin empfiehlt, die Samen zuvor 24 Stunden in Wasser einzuweichen. Dann keimen sie besser. Erst nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) darf die frostempfindliche Prunkwinde ins Freie umziehen. Solange sie genügend Sonne bekommt, ist die Prunkwinde eine genügsame Pflanze. Ein bis zwei Düngergaben reichen auch bei mäßig fruchtbarem Boden aus. Beim Düngen rät der BDG sogar eher zur Vorsicht: Zu viel Stickstoff sorge für viel Blattwerk, aber wenig Blüten. dpa

Gartenwege besser mit

niedrigen Pflanzen säumen

Am Rand eines Gartenwegs sollten nicht zu hohe Pflanzen wachsen. Sonst fühle man sich auf dem Weg beengt, erläutert Hagen Engelmann, Landschaftsarchitekt aus Cottbus für den Bund deutscher Staudengärtner in Bonn. Damit aber die Grenze zwischen dem Beet und dem Weg klar getrennt ist, sollten die Pflanzen auch mindestens 15 bis 20 Zentimeter hoch werden. Beliebt seien Katzenminze (Nepeta) oder Salbei (Salvia nemorosa). Sie werden 20 bis 60 Zentimeter hoch und passen gut an sonnige Standorte. An sonnigen bis halbschattigen Wegen gedeihe die Teppich-Glockenblume (Campanula poscharskyana), an schattigen Plätzen wachsen Gräser wie Segge (Carex) oder Waldmarbel (Luzula). dpa

Gartennutzung erhöht nicht automatisch den Wohnwert

Eine Gartennutzung erhöht nicht automatisch den Wohnwert einer Wohnung. Entscheidend sei, ob dieses Merkmal im aktuellen Mietspiegel als wohnwerterhöhend definiert sei, entschied nach einem Bericht der Zeitschrift „Das Grundeigentum“ des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin das Landgericht Berlin (Az.: 67 S 363/12). Eine Mieterhöhung ist daher in einem solchen Fall nicht ohne Weiteres möglich. In dem verhandelten Fall wollte ein Vermieter die Miete erhöhen. Er berief sich dabei unter anderem auf den Garten, den die Mieter nutzen konnten. Dies sei ein wohnwerterhöhendes Merkmal, so seine Begründung. Die Mieter wollten die höhere Miete nicht zahlen und zogen vor Gericht.

Mit Erfolg: Gartennutzung sei im neuesten Mietspiegel nicht mehr als wohnwerterhöhendes Merkmal definiert, befanden die Richter. Daher könne es auch nicht als Begründung für eine Mieterhöhung herangezogen werden. dpa

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