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Bausparvertrag nicht immer sinnvoll



Das Motto beim klassischen Bausparen ist einfach. Erst sparen, dann bauen. Das Versprechen dahinter: Kunden legen regelmäßig Geld an und bekommen dann ein zinsgünstiges Darlehen. „Das rechnet sich aber nicht für jeden Kaufinteressenten“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Denn die Verzinsung des Guthabens in der Ansparphase ist relativ gering, außerdem müssen Abschlussgebühren gezahlt werden. „Es gibt zwar bei einigen Tarifen einen Zinsbonus“, so der Finanzexperte. „Aber selbst dann ist die Rendite nach Abzug der Abschlussgebühren bei Neuverträgen oft eher gering.“ Ob nach Zuteilung das Bauspardarlehen wirklich zinsgünstig ist, könne heute niemand voraussagen. Oft wird Kunden ein Bausparvertrag auch zur Sofortfinanzierung angeboten. Hier bekomme der Bausparer gleich ein Darlehen von der Bausparkasse und beginne erst dann, seinen Vertrag anzusparen. Allerdings sind diese Angebote schwer zu vergleichen. „Für Immobilienerwerber ist es fast immer besser, Sparverträge auf Eis zu legen oder zu kündigen, wenn Kreditbedarf besteht.“ dpa

Jetzt Hausbegehung machen

Im Frühling offenbaren sich viele Schäden am Haus. Daher sind die ersten warmen Tage ein guter Zeitpunkt für eine Begehung, etwa für die gründliche Schlussbegehung vor Ablauf der Gewährleistungsfrist. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Baumängel werden manchmal erst nach einem strengen Winter sichtbar. Innerhalb der Gewährleistungsfrist (fünf Jahre nach Bauabnahme) haben Hausbesitzer Zeit, Mängel festzustellen und von den Baufirmen kostenlos beheben zu lassen. Die Schlussbegehung erfolgt mit einem unabhängigen Sachverständigen. Auch einem Haus ohne Mängel kann der Winter zusetzen: War es sehr kalt, können Leitungen geplatzt und Mauern gerissen sein. War es mild und regnerisch, ist laut VPB manchmal Nässe in Dach und Fassade eingezogen.dpa

Werklohn vorher schriftlich festlegen

Kunden sollten mit Baufirmen oder Handwerkern vor Arbeitsbeginn über den Lohn sprechen. Damit lasse sich späterer Streit vermeiden, erklärt die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Architektenrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein (DAV). Am besten sei es, Vereinbarungen über den Werklohn schriftlich festzuhalten. Dabei sollte nicht nur die Höhe der Vergütung geregelt werden, sondern auch, ob stundenweise oder mit einer Pauschale abgerechnet wird. Gibt es keine Regelung, wird laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) die übliche Vergütung fällig. Über deren genaue Höhe muss im Zweifel ein Sachverständiger entscheiden, urteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth (AZ: 6 O 3415/07).dpa

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