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Grundsteuerhebesätze:

Wohnen verteuert sich weiter



Die Hebesätze zur Grundsteuer B steigen 2013 bundesweit weiter an. In vielen Städten und Gemeinden erhöhen sich auch in diesem Jahr die Grundsteuerbelastung der Bürger und damit auch die Wohnkosten spürbar. Darauf hat die Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund Deutschland jetzt unter Berufung auf die aktuellen Zahlen der Industrie- und Handelskammern hingewiesen. Bundesweit sei nur eine Tendenz der Hebesätze erkennbar, sagte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann: „Steil nach oben.“ Die beiden westfälischen Kommunen Haltern am See und Selm mit einem Hebesatz von 825 haben den langjährigen Spitzenreiter Berlin von der Spitze der Negativliste verdrängt. In Haltern am See betrug der Hebesatz 2012 noch 450. Im Jahresvergleich hat sich die Grundsteuerbelastung von Mietern und Eigentümern dort somit nahezu verdoppelt. „Damit tragen die Kommunen – wie überhaupt der Staat – einen ganz erheblichen Teil zur Verteuerung des Wohnens bei“, so Kornemann weiter. In der aktuellen Übersicht der Städte mit den höchsten Grundsteuerhebesätzen belegt Berlin nun mit 810 Prozentpunkten Platz 3 vor Düsseldorf, das den Hebesatz von 400 (2012) auf 800 (2013) anhob. Berlin erhöhte zuletzt 2007 die Grundsteuer B. Die Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes von damals 660 Prozent auf 810 wurde seinerzeit mit der Haushaltsnotlage Berlins begründet. Bü.

Wohnungsbaugenossenschaften

nun mit pfändungssicheren EInlagen

Einlagen für die Nutzung von Genossenschaftswohnungen sind ab sofort vor dem Zugriff des Insolvenzverwalters geschützt. Darauf hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufmerksam gemacht. Diese Regelung des neuen Verbraucherinsolvenzrechts ist bereits mit der Verkündung des Gesetzes am 18. Juli in Kraft getreten. Das restliche Gesetzespaket gilt ab dem 1. Juli 2014. Während Mietkautionen bislang bereits tabu waren, müssen nun auch insolvente Mieter in Wohnungsbaugenossenschaften nicht mehr fürchten, dass die gezahlten Einlagen gepfändet werden können. Der Pfändungsschutz für diese Einlagen gilt für Beträge bis zur vierfachen Miete, maximal bis zu 2000 Euro. dpa

Berufsbedingter Umzug: Kein Anrecht auf Geld vom Arbeitgeber

Arbeitnehmer haben grundsätzlich kein Anrecht darauf, dass ihr Arbeitgeber für einen berufsbedingten Umzug aufkommt. „Es gibt keine gesetzliche Regelung dafür“, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Dabei sei es egal, ob der Arbeitnehmer wegen einer neuen Aufgabe umziehen muss oder eine ganze Abteilung den Standort wechselt. Trotzdem blieben Angestellte selten auf den Kosten eines Umzugs sitzen. Oft sei im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung eine Beteiligung des Unternehmens an derartigen Umzugskosten vorgesehen. Angestellte sollten sich in der Personalabteilung erkundigen. Bei größeren Umstrukturierungen gebe es häufig einen Sozialplan. Dieser regelt eventuell auch, in welchem Umfang sich der Arbeitgeber an den Umzügen seiner Mitarbeiter beteiligt. Selbst wenn es in einem Unternehmen gar keine Regeln für Umzüge gibt, lohnt es sich, nachzufragen. Nach Oberthürs Erfahrung beteilige sich der Arbeitgeber meist an den Ausgaben. dpa

Baugenehmigungen: Bauboom in Deutschland ungebrochen

Der Bauboom in Deutschland hält an. Im ersten Halbjahr hätten Behörden den Bau von knapp 124 900 neuen Wohnungen genehmigt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Dies seien 9,6 Prozent oder 10 900 Wohnungen mehr gewesen als in den ersten sechs Monaten 2012. „Damit setzte sich die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen von Wohnungen weiter fort“, erklärten die Statistiker. Besonders der Bau von Mehrfamilienhäusern habe sich stark entwickelt, teilte die Statistikbehörde mit. Dort habe sich die Zahl der Baugenehmigungen um 21,7 Prozent erhöht, bei Zweifamilienhäusern um 13,9 Prozent. Bei Einfamilienhäusern hingegen habe es einen nur vergleichsweise geringfügigen Anstieg um 1,5 Prozent gegeben. Niedrige Zinsen machen die Finanzierung von Bauvorhaben derzeit besonders günstig. Gleichzeitig steigen an vielen Orten die Mieten. Immobilien gelten angesichts historisch niedriger Zinsen als interessante Anlageprodukte und wechseln derzeit die Besitzer. Auch steigende Mieten können Investitionen in ein eigenes Domizil interessant machen. AFP

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