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Städtebund will höhere Grundsteuer



Der Städte- und Gemeindebund fordert eine höhere Grundsteuer, um die Einnahmen der klammen Kommunen um ein bis zwei Milliarden Euro zu steigern. „Im internationalen Vergleich liegt die deutsche Grundsteuer sehr niedrig“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Die Bemessungsgrundlage von 1935 im Osten und 1964 im Westen sei nicht mehr zeitgemäß. Landsberg schlägt vor, Grundstücke künftig stärker nach ihrer Lage und nicht nur nach ihrer Größe zu bewerten. „Eine Luxuswohnung am Starnberger See, die der Eigentümer für 20 000 Euro pro Quadratmeter gekauft hat, kann mit einer höheren Grundsteuer belegt werden als beispielsweise eine Wohnung in Mecklenburg-Vorpommern, die nur 800 Euro pro Quadratmeter gekostet hat“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes. Derzeit nehmen die Kommunen über die Grundsteuer rund zehn Milliarden Euro pro Jahr ein. epd

Umfrage: Deutsche vermieten am liebsten an Rentner und Kinderlose

Die meisten Wohnungseigentümer in Deutschland bevorzugen einer Umfrage zufolge Rentner und kinderlose Paare als Mieter. So vermieten sieben von zehn Befragten (71 Prozent) am liebsten an Rentnerpaare, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact AG im Auftrag von immowelt.de hervorgeht. Auf Platz zwei (63 Prozent) folgen kinderlose Paare. Nur jeder Zweite vermietet demnach gern an Paare mit Kindern. Am unbeliebtesten bei Vermietern sind Wohngemeinschaften (10 Prozent). WGs rangieren in der Gunst noch hinter Singles (44 Prozent) und Alleinerziehenden (18 Prozent). dpa

Studentenbude nur mit Erlaubnis

des Vermieters untervermieten

In den Semesterferien oder während eines Praktikums die Studentenbude unterzuvermieten – für viele Studierende ist das eine verlockende Idee. Die Wohnung oder das Zimmer steht nicht leer, stattdessen kommt durch die Vermietung ein bisschen Geld herein. Doch rechtlich ist das nicht unproblematisch, warnt die Rechtsanwältin Beate Heilmann von der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht vom Deutschen Anwaltverein. Wer seine Studentenbude ohne Erlaubnis des Vermieters untervermietet, kann im schlimmsten Fall gekündigt werden. Die Untervermietung ist laut Gesetz genehmigungspflichtig. Aus Angst vor einer Absage vermeiden es viele Studenten jedoch, den Vermieter zu fragen. Dabei darf der Vermieter seine Erlaubnis nicht ohne Weiteres verweigern, erklärt Heilmann. Bei einem berechtigten Interesse des Mieters muss er einer Untervermietung zustimmen. dpa

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