NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Neuer Energieausweis

für Wohngebäude gefordert



Die Bewertung für den Energieverbrauch von Wohngebäuden im sogenannten Energieausweis soll vereinheitlicht werden. Dies fordert eine Reihe von Umweltorganisationen und Branchenverbänden, die sich im „Bündnis Energieausweis“ zusammengeschlossen haben, wie das Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ) in Berlin mitteilte. Dem Bündnis zufolge ist der bisherige Energieausweis „weit hinter seinen Erwartungen als klimapolitisches Instrument zurückgeblieben“. Er biete weder verlässliche Ergebnisse über das energetische Niveau des jeweiligen Gebäudes, noch sei er von den Verbrauchern als Instrument angenommen worden, erklärte der Sprecher des Bündnisses, Michael Herma.

Herma kritisierte, dass es derzeit parallel einen Verbrauchsausweis und einen Bedarfsausweis gebe, bei dem überdies noch verschiedene Berechnungsmethoden möglich seien. Die Ergebnisse sind untereinander in keiner Weise vergleichbar. Es müsse deshalb ein reiner Bedarfsausweis mit einheitlichen Berechnungsverfahren geschaffen werden. Wohngebäude verbrauchen dem Bündnis zufolge allein 40 Prozent der Energie in Deutschland. Drei Viertel der Häuser seien vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1979 errichtet worden und oft gar nicht oder kaum energetisch saniert. AFP

Bis Jahresende neuen Pflichttest

auf Legionellen machen lassen

Auf Mieter kommen neue Kosten zu: Vermieter sind verpflichtet, die Warmwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern auf Legionellen testen zu lassen. Die erste Untersuchung muss bis zum 31. Dezember in Wohngebäuden erfolgen, deren zentraler Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer mehr als 400 Liter fasst, so der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Geprüft werden müssen auch Häuser, deren Leitungen zwischen dem zentralen Erwärmer und dem am weitesten entfernten Hahn ein Volumen von mehr als drei Litern haben. Zweifamilienhäuser sind nicht betroffen.

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die im Wasser leben. Sie werden durch das Einatmen von zerstäubtem Wasser, etwa beim Duschen, übertragen und lösen die Legionärskrankheit aus; sie kann tödlich enden. Um zu testen, ob die Bakterien sich in der Anlage befinden, nimmt ein zugelassenes Labor an mehreren Stellen im Haus Trinkwasserproben. Die Mieter müssen laut Haus & Grund über die Ergebnisse informiert werden, etwa durch Aushang oder in der Abrechnung der Betriebskosten. Gab es keine auffälligen Werte, muss der Test nach drei Jahren wiederholt werden. Die Kosten kann der Vermieter als Betriebskosten abrechnen. Welche Labors die Prüfung machen dürfen, wissen die Landesgesundheitsbehörden.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben