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Umfrage: Mieter fürchten Umzug

Die meisten Mieter in Großstädten sind nach einer Umfrage zufrieden mit ihrer Wohnsituation, machen sich aber Sorgen, wenn sie umziehen müssen. 87 Prozent der Befragten gaben demnach an, sich ihre jetzige Wohnung gut leisten zu können. 64 Prozent gehen davon aus, bei einem Umzug keine gleichwertige Wohnung zum selben Mietpreis zu bekommen. Das Marktforschungsinstitut USUMA hatte im August 1510 Mieter in deutschen Städten ab 100 000 Einwohnern befragt. Auftraggeber waren der Online-Makler Immobilienscout24 und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW).

Der Deutsche Mieterbund stellte fest, bestehende Mietverhältnisse stellten in der Regel kein Problem dar. Wenn aber Mieter in Ballungszentren aus privaten oder beruflichen Gründen umziehen müssten, hätten sie oft 30 bis 40 Prozent mehr zu bezahlen. „Das ist unser Hauptkritikpunkt“, sagte Mieterbund-Geschäftsführer Ulrich Ropertz. Nach seinen Angaben wechseln jedes Jahr etwa 13 bis 14 Prozent der Mieter ihre Wohnung. dpa

Eigentümerversammlung:

Vollmacht für Verwalter nicht ratsam
Eigentümer erteilen oft dem Verwalter einer Immobilie eine Vollmacht, wenn sie für die Eigentümerversammlung eine weite Anreise vermeiden wollen. Das ist nach Einschätzung des Vereins Wohnen im Eigentum keine gute Idee. Denn damit verhindern die von der Versammlung fernbleibenden Eigentümer eine effektive Kontrolle der Verwaltung. Besser sei es, einen anderen Eigentümer oder einen Beirat zu bevollmächtigen.

Sonst könne es sein, dass der Verwalter in bestimmten Fragen zu seinen eigenen Gunsten abstimmt. Eigentümer können in ihrer Vollmacht aber auch Weisungen erteilen, wofür oder wogegen in ihrem Namen gestimmt werden soll.

Wer als entfernt wohnender Eigentümer keinen Kontakt zu anderen Wohnungsbesitzern in der Immobilie hat, sollte Kontakt zu ihnen suchen, rät der Verein. Informationen dazu bekommt man über den Verwalter, bei dem eine Liste mit den Daten der Inhaber liegt. Weigert sich der Verwalter, sie herauszugeben, sollten Eigentümer skeptisch werden. dpa

Mietverhältnis kann mit Aufhebungsvertrag beendet werden

Mieter sind in der Regel langfristig an ihre Wohnung gebunden. Allerdings ist es kein Problem, mit dem Vermieter bei Bedarf eine vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses zu vereinbaren, erklärt der Deutsche Mieterbund in Berlin. Denn es kann jederzeit ein sogenannter Mietaufhebungsvertrag geschlossen werden. Schon aus Beweisgründen sollte ein derartiger Vertrag immer schriftlich abgeschlossen sein.

Darin kann zusätzlich noch geregelt werden, dass der Mieter einen Nachmieter zu stellen hat. Denkbar ist auch, dass konkrete Regelungen oder Absprachen hinsichtlich der Rückgabe der Wohnung getroffen werden, beispielsweise dass die Wohnung leer geräumt und besenrein oder renoviert zurückgegeben wird, dass bestimmte Einrichtungsgegenstände zurückbleiben oder vom Vermieter gegen Zahlung eines Abstandes übernommen werden. Außerdem kann in einem Mietaufhebungsvertrag eine Regelung hinsichtlich der Rückzahlung der Mietkaution getroffen werden. Gibt es zwischen Mieter und Vermieter keine offenen Fragen mehr, könnte zum Beispiel folgende Absprache aufgenommen werden: „Mieter und Vermieter sind sich darüber einig, dass keine gegenseitigen Ansprüche mehr bestehen, dass die Mietkaution bei Rückgabe der Schlüssel ausgezahlt wird.“ dpa

Siedlungs- und Verkehrsfläche

wächst langsamer

In Deutschland wird immer mehr gebaut, die Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst aber langsamer als bisher. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nimmt sie täglich um die Fläche von etwa 106 Fußballfeldern zu – 74 Hektar. In den Jahren 2008 bis 2011 habe der Wert noch bei 81 Hektar täglich gelegen, berichteten die Statistiker in Wiesbaden. Die Bundesregierung will das Wachstum aber noch stärker bremsen: Bis 2020 soll die Fläche nur noch durchschnittlich 30 Hektar pro Tag zunehmen. Ende 2012 beanspruchten Siedlungen und Verkehrswege 13,5 Prozent der Bodenfläche Deutschlands. 30,2 Prozent waren Wald, über die Hälfte (52,2 Prozent) Äcker und Weiden. Erholungsflächen wie Parks oder Sportplätze machen 8,6 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche aus. dpa

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