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Wohnungssuchende müssen

Fragebögen nicht ausfüllen



Um die Selbstauskunft kommt heute kein Wohnungssuchender mehr herum. Makler, Eigentümer oder Wohnungsunternehmen fragen aber nicht nur wirklich Wissenswertes ab, sondern häufig auch Privates oder gar Intimes, wie der Deutsche Mieterbund (DMB) feststellte. Grundsätzlich gilt: Das Ausfüllen der Fragebögen ist freiwillig. Wer aber nicht antwortet, hat häufig kaum eine Chance, die gewünschte Wohnung zu bekommen. Deshalb empfiehlt der Mieterbund, alle Fragen zu beantworten. Die Antworten müssten aber nicht immer hundertprozentig stimmen.

Allerdings gilt: Fragen, an denen der Vermieter ein berechtigtes Interesse hat, müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Das sind alle Fragen, mit denen abgeklärt werden soll, ob der Mieter die zukünftige Wohnung bezahlen kann, Fragen nach dem Einkommen und nach dem Arbeitsplatz. Die Wahrheit muss der Mieter auch sagen, wenn es darum geht, wer und wie viele Personen einziehen sollen.

Anders sieht es aber bei Fragen aus, die mit dem Mietvertrag nicht unmittelbar etwas zu tun haben. Fragen, wie zum Beispiel, ob Kinder geplant sind, ob der Ehepartner Ausländer ist, ob Vorstrafen vorliegen, wie man sich die ideale Wohnungseinrichtung vorstellt, kann der Mieter beantworten, wie er will.

Einige Beispiele: Wie oft erhalten Sie Besuch? Antwort: Selten, bin ein stiller und ruhiger Mieter. Kein Vermieter will, dass es in seinem Haus wie in einem Taubenschlag zugeht. Welche Musikrichtung bevorzugen Sie? Antwort: Klassik. Kein Vermieter will eine Diskothek im Haus, und laute Heavy-Metal-Musik stört den Hausfrieden. dpa

Eigentümer kann Mieter zum

Schneeräumen zwingen

Der Besitzer eines Hauses ist für den Winterdienst zuständig. Er kann einen Dienstleister beauftragen oder im Vertrag festlegen, dass der Mieter räumen muss. Darauf weist der Verbraucherschutzverein Wohnen im Eigentum in Berlin hin. Dann sei der Mieter auch für die Sicherheit am Haus verantwortlich. Er muss dafür sorgen, dass niemand durch Schnee oder Eis verletzt wird. Sonst müsse er Schadensersatz zahlen. Der Vermieter sei in diesem Fall vor der Haftung aber nur geschützt, wenn er den Mieter genau über seine Pflichten instruiert habe und er dessen Arbeit stichprobenartig kontrolliere. Die Kosten für Streumittel sowie für einen externen Winterdienst könne der Hausbesitzer auf die Mieter umlegen. dpa

Untervermietung auch

an Touristen erlaubt

Bekommt der Mieter einer Wohnung von seinem Vermieter die uneingeschränkte Erlaubnis zur Untervermietung, dann gilt das auch für Touristen. Das hat die 65. Kammer des Landgerichts Berlin entschieden (Az.: 65 S 449/12). Darüber berichtet die Zeitschrift „Das Grundeigentum“ in der aktuellen Ausgabe (19/2013).

Der Fall: Ein Mieter hatte seinen Vermieter um die Erlaubnis gebeten, seine Zweizimmerwohnung in Berlin untervermieten zu dürfen. Diese wurde ihm gegeben. Danach bot er die Wohnung mehrfach im Internet als Ferienwohnung für Berlin-Besucher an. Mehrere Abmahnungen des Vermieters bleiben ohne Folgen, nach fristgerechter und fristloser Kündigung verlangte der Vermieter die Räumung der Wohnung.

Der Landgericht Berlin urteilte, dass die Erlaubnis der Untervermietung durch den Vermieter nicht auf bestimmte Personen beschränkt sei. Eine Einschränkung wäre nur dann möglich, wenn konkrete Beeinträchtigungen durch die Untervermietung an Touristen entstehen würden. Dies sei aber nicht der Fall. Auch ein Widerruf der Erlaubnis sei nicht möglich, da es dafür keine ersichtlichen Gründe gebe. Der Vermieter hat gegen das Urteil Revision eingelegt. Zuvor hatte das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg zugunsten des Vermieters entschieden. dpa

Bei kühler Witterung

Beton nicht verarbeiten


Beton sollte an kalten Tagen beim Bau nicht verwendet werden. „Bei kühler Witterung werden die chemischen Prozesse stark verlangsamt“, erläutert Holger Kotzan vom Informationszentrum Beton in Erkrath. „Beton benötigt bei fünf Grad ungefähr die doppelte Zeit, um fest zu werden – im Vergleich zu plus 20 Grad.“ Bei minus zehn Grad könne das Material gar nicht mehr hart werden. Profis geben Fließ- und Frostschutzmittel in den Beton und senken den Wasseranteil. dpa

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