Immobilien : NACHRICHTEN

Eigentumswohnung: Beim Verkauf an Instandhaltungsrücklage denken

Wer eine vermietete Eigentumswohnung verkauft, sollte die Instandhaltungsrücklage beim Ansetzen des Kaufpreises berücksichtigen. Denn die Zahlung der Rücklage an den Hausverwalter kann nicht sofort von der Steuer abgesetzt werden, sondern erst, wenn das Geld auch tatsächlich für Erhaltungsmaßnahmen ausgegeben wird. Darauf weisen die Richter des Bundesfinanzhofs in München in einer Urteilsbegründung zum Werbungskostenabzug hin. In dem Fall bekräftigte das Steuergericht seine Rechtsauffassung, dass Beiträge zur Instandhaltungsrücklage erst in dem Jahr von der Steuer abgezogen werden können, in dem das Geld für Erhaltungsmaßnahmen ausgegeben wird (Az.: IX B 124/08). Wer seine Einlage leistet und dann verkauft, verliert also unter Umständen den Steuervorteil, erläutert das Institut für Wirtschaftspublizistik in Würzburg die Entscheidung – und der Käufer profitiert. Anders lasse sich nicht garantieren, dass die für den Steuerabzug vorgesehene Summe tatsächlich für staatlich zu begünstigende Erhaltungsmaßnahmen ausgegeben werde, so die Bundesrichter. Daher könne der Abzug nicht im Vornherein erfolgen. dpa

Leerstand: Für Kostenabzug

muss Nachweis erfolgen

Vermieter können laufende Kosten für ihre Immobilie bei vorübergehendem Leerstand als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Berücksichtigt werden die Kosten vom Fiskus allerdings nur, wenn tatsächlich eine ernsthafte Vermietungsabsicht besteht, erklärt der Bund der Steuerzahler in Berlin. Ist ein Verkauf des Objekts oder eine Nutzung zu eigenen Zwecken geplant, sind diese Kosten „steuerlich irrelevant“. Als Beleg für eine ernsthafte Vermietungsabsicht können Vermietungsanzeigen, das Einschalten eines Maklers sowie Dokumentationen von erfolgten Besichtigungsterminen dienen. dpa

Eigentümerversammlung:

Ratgeber zu Rechten und Pflichten

„Ihre Rechte in der Wohnungseigentümerversammlung“ heißt ein Ratgeber von Florian Streibl, der jetzt in 9. Auflage beim Berliner Walhalla Verlag erschienen ist (9,95 Euro). Er richtet sich sowohl an Selbstnutzer als auch an Vermieter und informiert unter anderem zu den Pflichten des Verwalters, den häufigsten Fehlern bei baulichen Veränderungen, dem Überprüfen der Jahresabrechnung und der Eigentümerversammlung. Außerdem gibt es Mustertexte, Urteile und ein Lexikon mit den häufigsten Fachbegriffen. sizo

Verwaltungsbeiräte: Treffen

zum Erfahrungsaustausch

Der Verein Wohnen im Eigentum will Verwaltungsbeiräte in einem Netzwerk zusammen bringen. Kennt Ihr einen guten Elektriker? Wie werden bei Euch die Garten-Kosten verteilt? Habt Ihr Erfahrung mit Verwalter Meyer? Über diese und ähnliche Fragen tauschen sich seit kurzem Verwaltungsbeiräte im Rheinland aus. Nun wollen die Verbraucherschützer solche Treffen auch in anderen Regionen etablieren. Die Geschäftsführerin des Vereins, Gabriele Heinrich, sieht für alle Beteiligten einen großen Nutzen in der Vernetzung der Beiräte: Neben dem Erfahrungs- und Informationsaustausch gebe es zum Beispiel auch die Möglichkeit, Hausgeldkosten zu vergleichen oder gegenseitig Wohnanlagen zu besichtigen. Wer Interesse hat, kann sich bei der Geschäftsstelle von Wohnen im Eigentum melden: arnold@wohnen- im-eigentum.de oder Telefon 0228/ 4466962. Im Internet: www.wohnen- im-eigentum.de sizo

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