Immobilien : NACHRICHTEN

Wärmedämmung darf nicht

auf Nachbars Grundstück ragen

Wer sein Haus nachträglich mit einer Wärmedämmung versieht, muss darauf achten, dass diese nicht auf das Grundstück des Nachbarn ragt. Der muss die Beeinträchtigung nämlich nicht hinnehmen. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe (AZ 6 U 121/09) weist die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltsverein (DAV) in Berlin hin. Zwar dürfe man unter Umständen sogenannte untergeordnete Bauteile wie Gesimse oder Fensterbänke in den Luftraum des Nachbarn hineinbauen. Eine dicke Wärmeschicht gehört nach Auffassung des Gerichts aber nicht dazu. Einige Bundesländer haben das Problem erkannt und arbeiten derzeit an einer neuen gesetzlichen Regelung. In der Zwischenzeit sollten Sanierungswillige versuchen, sich mit dem Nachbarn zu einigen und ihm zum Beispiel eine Überbaurente oder eine Abfindung anzubieten.Tsp

Bund fördert Energieberatung

für Wohnhäuser bis 2014 weiter

Qualifizierte und unabhängige Energieberatungen werden weiterhin vom Bundeswirtschaftsministerium bezuschusst. Darauf weist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hin. Das entsprechende Förderprogramm für Privatpersonen und kleinere und mittlere Unternehmen wird bis Ende 2014 verlängert. Gefördert werden Beratungen in Gebäuden, deren Baugenehmigung vor 1994 erteilt wurde. Bei Vor-Ort-Beratungen steuert der Bund bis zu 300 Euro bei. Wer zusätzlich noch eine Stromberatung in Anspruch nimmt, erhält 50 Euro zusätzlich. In diese Beratungen einbezogen werden können wahlweise thermografische Untersuchungen oder Luftdichtigkeitsprüfungen, sogenannte Blower-Door-Tests. Förderanträge müssen vom Energieberater vorab gestellt werden. Nähere Informationen und eine Liste der antragsberechtigten Berater sind im Internet zu finden: www.bafa.de (Rubrik „Energie/Energiesparberatung“).ddp

Auch Mieter sollten sich

Energieausweis zeigen lassen

Vor Abschluss eines Mietvertrages sollte man sich den Energieausweis zeigen lassen, denn er dokumentiert die Energieeffizienz des Gebäudes. Die wichtigsten Informationen zu dem Papier haben die Deutsche Energie Agentur (dena) und der Deutsche Mieterbund (DMB) jetzt in einer Broschüre zusammengefasst, die zum Beispiel erklärt, wie man aus den Angaben im Ausweis die ungefähren Heiz- und Warmwasserkosten abschätzen kann. Im Internet zu finden unter: www.zukunft-haus.info/publikationen oder www.mieterbund.de/klimaprojekt. htmlTsp/en-wid/niza

Aktuelle Ausgabe von

„Passivhaus Kompendium“

Die neue Ausgabe des Magazins „Passivhaus Kompendium“ ist erschienen. Es beschäftigt sich unter anderem mit den Mehrkosten eines Passivhauses im Vergleich zu konventionellen Gebäuden sowie mit der energetischen Sanierung von Wohngebäuden und Schulen. Erhältlich für 7,40 Euro im Zeitschriften- und Buchhandel. Internet: www.phk-verlag.deTsp

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