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Gewachsene Strukturen bedeuten Lebensqualität – und machen gebrauchte Reihenhäuser teurer

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Ältere Reihenhäuser sind in Deutschland oft kaum billiger und manchmal sogar genauso teuer wie Neubauten. Das hat eine Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften und Sparkassen ergeben. Zwar muss für gebrauchte Objekte im Schnitt zehn bis 20 Prozent weniger bezahlt werden. Dies gelte aber nicht für attraktive Wohnlagen. Dort seien die Häuser auch wegen der gewachsenen Umgebung ähnlich wertvoll wie Neubauten. Viele Familien sind bereit, für ein sofort nutzbares Mehr an Lebensqualität (Garten, Infrastruktur) einen höheren Preis zu zahlen, als es die Bausubstanz allein rechtfertige.

Im Westen Deutschlands kosten laut Umfrage neue Reihenhäuser in Großstädten und mittelgroßen Städten im Schnitt rund 200 000 Euro. Im Osten und Norden sind es 130 000 bis 150 000 Euro. In süd- und westdeutschen Städten liegt der Preis beinahe gleich: In Großstädten wie Bonn oder Essen etwa kosten gebrauchte Reihenhäuser mit 220 000 bis 230 000 Euro ähnlich viel Geld. In München sind gebrauchte Reihenhäuser mit durchschnittlich 450 000 Euro für ebenso viel Geld wie Neubauten zu haben.

Wer eine neu gebaute Eigentumswohnung kaufen möchte, muss in München besonders viel bezahlen. Dort liegt der Quadratmeterpreis bei 3000 Euro. Dagegen müssen in den meisten anderen Großstädten nur rund 2000 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. In den Ruhrgebietsmetropolen Duisburg, Essen und Dortmund liegen die Preise bei 1600 bis 1850 Euro. Ähnlich teuer seien Neubauwohnungen in mittleren bis guten Lagen in Berlin, Bremen und Hannover, so die LBS.

Spitzenreiter bei den Preisen für frei stehende Eigenheime ist Wiesbaden. Dort kostet ein typisches Bestandsobjekt 650 000 Euro. In den meisten nord- und westdeutschen Städten lägen die Preise hingegen bei weniger als 300 000 Euro. Besonders günstig sind Häuser in Eisleben. Dort kosten frei stehende Objekte im Schnitt 60 000 Euro.gms

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