Neuer Möbelmarkt in Berlin : "Der größte Höffner der Welt" entsteht in Lichtenberg

Der Grundstein für einen Neubau an der Landsberger Allee wurde gelegt. Bald rollen die Bagger.

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Alles eingetütet. Das neue Möbelhaus Höffner soll ein anspruchsvoller Bau werden und rund 400 Beschäftigte einstellen.
Alles eingetütet. Das neue Möbelhaus Höffner soll ein anspruchsvoller Bau werden und rund 400 Beschäftigte einstellen.Foto: Jens Ressing dpa

Beim Möbelhaus Höffner geht es nicht immer nur um Eröffnungen, aber oft. Zwar wurde das Einrichtungshaus Kriegerhome in der Genthiner Straße in Tiergarten im Frühjahr geschlossen, weil der Bauträger Diamona und Harnisch hier unweit des Straßenstrichs in der Kurfürstenstraße bis 2019 insgesamt 113 neue Eigentumswohnungen errichten will (Quadratmeterpreis: 5649 Euro).

Doch Kurt Kriegers Neubauprojekt Pankower Tor ist inzwischen auf einem guten Gleis – hier sollen, wie berichtet, ein Einkaufszentrum und mehrere Möbelmärkte auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf entstehen. Und in Lichtenberg ist der in diesem Bezirk geborene Möbelhändler Krieger (Höffner, Sconto, Kraft) inzwischen einen Schritt weiter.

Am Mittwoch wurde der Grundstein für einen Neubau an der Landsberger Allee gelegt. In zwei Wochen kommen die Bagger und beginnen mit den Tiefbauarbeiten. An dieser Stelle entsteht mit einer geplanten Verkaufsfläche von zirka 49 000 Quadratmetern „der größte Höffner der Welt“. Die Grundfläche des Baus hat 26800 Quadratmeter. So sollen und müssen hier nicht hauptsächlich Kerzen und andere Randsortimente verkauft werden, sondern Möbel und Küchen, Küchen und Möbel – und immer wieder Möbel und Küchen.

Die voraussichtliche Bauzeit wird mit neun Monaten angegeben – die Eröffnung wird also in etwa einem Jahr sein. Rund 400 Beschäftigte sollen hier einmal ein und aus gehen.

Höffner-Medialeiter Jens Kretschmar betont, dass hier nicht einfach eine Blechbox zum Abverkauf hochgezogen, sondern ein anspruchsvoller Bau errichtet wird. Vorgesehen sind eine vorgestellte Glasfassade mit rotem Höffi-Portal, ein zurückgesetztes Staffelgeschoss mit Restaurantbereich mit Außenterrasse sowie eine Tiefgarage mit zirka 340 Pkw-Stellplätzen.

Beim Gebäudekonzept spielen erneuerbare Energien eine Rolle: Klimaschutz ist inzwischen eine Bauaufgabe. Die Wärme wird durch eine Pelletsheizung erzeugt, der Energiebedarf soll in dem Niedrigenergiehaus mit Gründach gering gehalten werden.

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