Pankow : Wohnen im Down Under

Die frühere Australische Botschaft in der DDR in der Grabbeallee in Niederschönhausen soll in ein Mehrfamilienhaus umgebaut werden.

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Hinter der ehemaligen Botschaft lag eine Tennisanlage.
Hinter der ehemaligen Botschaft lag eine Tennisanlage.Foto: Zinsland

Einige Jahre war es still geworden um die frühere Australische Botschaft in der DDR in Pankow. 2014 sollte sie abgerissen werden, im Herbst 2015 aber unter Denkmalschutz gestellt. Nun soll hier neues Leben einziehen: Das Gebäude an der Grabbeallee in Niederschönhausen soll mit Crowfundingmitteln in ein Mehrfamilienhaus mit 25 Wohnungen umgebaut werden. Derzeit ist das Gebäude noch im Besitz der Prexxot Grabbeallee 34–40 GmbH. Das Haus ist etwas Besonderes, weil seine Fassade mit Keramikwänden aus der Werkstatt Hedwig Bollhagens geschmückt ist.

Die Hamburger Crowdinvesting-Plattform Zinsland sammelte für das Projekt 1,5 Millionen Euro ein. Es ist ihr 20. Immobilienfinanzierungsprojekt. Private Anleger haben die Möglichkeit, sich mit Beträgen ab 500 Euro zu beteiligen. Die Laufzeit beträgt 18 Monate bei einer jährlichen Verzinsung von 6,75 Prozent. Unterstützt wird die Prexxot GmbH als Projektentwicklerin vom Architekturbüro van geisten.marfels architekten, Spezialist für die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden.

Die Apartments des historisch bedeutsamen Gebäudes von 1975 sollen eine duchschnittliche Fläche von 80 Quadratmetern haben. Die Mehrzahl der Wohnungen soll über das zentrale Treppenhaus erschlossen werden, das ein großformatiges Wandmosaik ziert. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekten Horst Bauer, der das ebenfalls denkmalgeschützte Café Moskau (Karl-Marx-Allee) entwarf.

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