Immobilien : Pflegebedürftig

Rosenkohl sollte bis Mitte September die ersten Röschen zeigen

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Von Peter Busch

Während im Garten immer mehr Beete mit wärmebedürftigem Gemüse, wie Gurken, Bohnen, Zucchinis und Kartoffeln abgeerntet werden, wachsen Spätgemüse noch munter weiter.

Spätkohlarten, wie Grün- und Rosenkohl, die noch zwei, drei Monate bis zur Ernte im Garten verbleiben, bekommen jetzt einen Düngeguss mit verdünnter Pflanzenjauche. Zu viel des Guten sollte es aber nicht sein. Bei einem Nährstoffüberangebot setzt der Rosenkohl nur lockere Röschen an. Zwischen den Reihen wird der Boden noch einmal vorsichtig gelockert und anschließend mit Ernteresten, Laub, Rasenschnitt oder ähnlichem Material warm eingedeckt.

Bilden sich am Rosenkohl bis Mitte September noch keine oder nur sehr kleine Röschen, so kann man jetzt die Pflanzen entspitzen. Die ganze Wachstumskraft der Pflanzen kommt dann der Knospenbildung zugute. Ein Entblättern des Rosenkohls sollte auf jeden Fall vermieden werden; Wachstumsstörungen wären die Folge. Falls vorhanden, streut man unter die Rosenkohlpflanzen noch etwas Holzasche; diese Düngung sorgt für die Ausbildung fester Röschen.

Die Kohlpflanzen müssen zu dieser Jahreszeit ständig auf Raupen der Kohleule und des Kohlweißlings überprüft werden. Als Gegenmaßnahme genügt in der Regel ein kontinuierliches Einsammeln der Raupen. Zum Schutz der Pflanzen vor Raupenfraß lässt sich bei größeren Problemen auch gut feinst gemahlenes Steinmehl verwenden, man stäubt die Pflanzen gründlich damit ein.Verwendet wird ein Spezialgerät, das die Minerale gleichmäßig verteilt. Die Wirkung liegt in den sehr kleinen Partikeln, die mit einem Tausendstelmillimeter die Größe von Bakterien haben. Durch das Stäuben verkleben Sinnesorgane und Nervenenden der Insekten, und die Atemöffnungen verstopfen.

Wo die Anwendung dieser Methode in größeren Anbauflächen nicht möglich ist, helfen auch Mittel mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis weiter, der gegen eine Anzahl von Schmetterlingsraupen spezifisch wirksam ist.

Rosenkohl entwickelt sich auch noch nach den ersten Frösten gut. Er wird so spät wie möglich geerntet. Erst bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius minus erntet man die ganzen Pflanzen und schlägt sie frostsicher ein, bis sie verwertet werden.

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