Immobilien : Preiswertes Wohnen weit draußen

DETLEF POHL

Wohnpark Friedersdorf: Für unter3000 DM pro Quadratmeter mit Grundstück zu habenVON DETLEF POHL Das "Fenster zu Berlin" nennen die Bauträger ihre "Atelierhäuser" inFriedersdorf, Landkreis Dahme-Spreewald, unweit des AutobahndreiecksSpreeau.Einen scharfen Blick braucht man für den Blick allerdings:Das "Fenster" steht rund 27 Kilometer vor der Berliner Stadtgrenzeoffen.Dort errichtet der ortsansässige Bauträger Holböll aufinsgesamt 40 Hektar - Bauland der EntwicklungsgesellschaftFriedersdorf - freifinanzierte Eigenheime.Den Vertrieb koordiniertdie CARA-Grundbesitzgesellschaft, die aus der Wohnungsbaugesellschaftder Klöckner-Werke in Duisburg hervorging und ihren Sitz 1994 nachBerlin verlegte.Nachdem im ersten Bauabschnitt 16 Doppelhaushälften in Massivbauweisefür je rund 380000 DM verkauft und 14 DM pro Quadratmeter kaltvermietet werden konnten, entstehen nun in einem anderen nordischenBaustil 34 frei finanzierte Doppelhaushälften im Wohngebiet amSkabyer Torfgraben.Die landschaftlicher Lage ist schön, von vielWald und Wasser umgeben; auch die Infrastruktur stimmt, die6500-Einwohner-Gemeinde verfügt über Läden und Lokale.Dies ist derRahmen, in dem der Investor preiswerte Häuser mit solidem Standardfür Menschen anbietet, die "genug überdimensionierte Wohnparksgesehen haben und ein überschaubares Wohngebiet vorziehen", lobtCARA-Projektmanager Torsten Mittag die Vorzüge seiner Immobilien.Im Angebot sind Doppelhaushälften mit knapp 102 QuadratmeternWohnfläche, die ohne Keller und ohne ausgebautes Dach 298500 DMkosten.Der Preis versteht sich einschließlich Grundstück von 250bis 300 Quadratmetern.In diesem Festpreis enthalten ist ein Dachbodenvon 20 Quadratmetern.Den kann sich der Kunde ausbauen lassen für32000 DM kann: samt Holzwangentreppe und Bad; ein Teilausbau ist auchmöglich.Bei dem Projekt erfolgen derzeit gerade die Erschließungs- undErdarbeiten; ab Mai 1997 sollen 16 Haushälften fertiggestellt sein.Bislang sind 25 Doppelhaushälften - knapp 75 Prozent des Vorhabens -verkauft, je zur Hälfte an Selbstnutzer und an Kapitalanleger.Käufer erhalten eine unanfechtbare Bankbürgschaft über denKaufpreis und sind so gegen einen Konkurs des Bauträgers abgesichert.Mit Beginn der Vermietung ist erst ab Februar zu rechnen, wenn dieersten Rohbauten stehen.Der Standard des zweiten Bauabschnittesorientiert sich an den bereits fertiggestellten Niedrigenergiehäuserndes ersten Bauabschnitts.Das heißt: Außenwände aus 19 Zentimeterdicken Betonleichtbauplatten - plus 5 Zentimeter Polystyrol-Dämmungund 3 Zentimeter Spritzputz -, Betondachziegel und Holzfenster.DieInnenräume sind mit einem textilen Bodenbelag ausgestattet sowieeiner Einbauküche samt Kühlschränken.Problematisch sind die Masse der Kinderzimmer: Nur 11 Quadratmeter;Geschmackssache sind die kleinteiligen amerikanischen Küchen, die inden großzügigen Wohn- und Essbereich von 34,5 Quadratmeternhineinreichen.Das Bad hat mit 6,5 Quadratmetern vernünftige Maße;nicht so der Abstellraum: Er ist mit 2,50 Quadratmetern viel zu klein,zumal er mangels Keller den einzigen Stauraum bietet.Aufgewertetwerden die Wohnungen durch Atelierfenster, die rund 3,5 Quadratmetergroß sind und paarweise angeordnet wurden - auf Vorderseite wieRückseite des Hauses reichen sie geschoßübergreifend weit ins Dachhiein.Das verspricht helle und sonnige Räume - so sehen es zumindestdie Pläne vor.Ob sie auch so verwirklicht werden, davon kann mansich erst im Frühjahr überzeugen.Kapitalanleger und Selbstnutzer zahlen 2934 DM pro QuadratmeterWohnfläche.Das ist so günstig, daß sich der Immobilienerwerb auchohne steuerliche Sonderabschreibungen für Anleger lohnt - und sogarfür Selbstnutzer erschwinglich ist.Die günstigen Erstellungskostenermöglichen günstige Mieten, anfangs 12,50 DM pro QuadratmeterNettokalt.Werden sie erzielt, entspricht das einer Nettorendite von4,77 Prozent vor Steuern.Eingerechnet ist der Vermietungsservice vonmonatlich 50 DM.Dieser für das Berliner Umland gute "Ertrag" fälltsogar noch besser aus, wenn der Anleger sich für das ausgebaute Dachentscheidet.Dann erwirbt er für 330500 DM fast 122 QuadratmeterWohnfläche, was den Preis pro Quadratmeter auf 2710 DM senkt; werdendann die veranschlagten Mieten erzielt, beträgt die Nettorenditesatte 5,17 Prozent.Diese Quadratmeterpreise locken bislang vor allem Bewohner aus demsüdöstlichen Teil Berlins, wo die Preise für Wohneigentum deutlichhöher liegen.Viele potentielle Selbstnutzer nehmen für dasordentliche Preis-Leistungs-Verhältnis und naturnahes Wohnen einegute Autostunde Arbeitsweg in Kauf.Mieter, die vorwiegend aus dengroßen Neubaugebieten im Ostteil der Hauptstadt erwartet werden,müssen mit Nettokaltmieten von 1272 DM im Monat rechnen, mitausgebautem Dachgeschoß 1525 DM.Der Mietvertrag sieht für dieersten 5 Jahre eine Steigerung von 3 Prozent im Jahr vor; danach solldie ortsübliche Vergleichsmiete gelten.Mieter, denen es noch an Kapital für die eigenen vier Wände mangelt,können in Friedersdorf mit dem Erst-Eigentümer des Hauses aufprivatrechtlichem Wege ein Vorkaufsrecht vereinbaren, das nach 5Jahren in Kraft tritt und zwei Jahre gilt.Um die Miete aufzubringenund parallel fleißig Eigenkapital zu bilden, muß der Käufer denVerkaufsprospekt wörtlich nehmen: "arbeiten in der City, wohnen imGrünen".Denn der regionale Arbeitsmarkt lebt derzeit eher von derHoffnung auf den Ausbau des Flughafens Schönefeld.Arbeit bietetvorerst nur der Handel, insbesondere in Friedersdorf und im nahenEinkaufszentrum "A 10" bei Wildau.Die Verkehrsanbindung ist derzeit mittelmäßig.Mit dem Auto geht esüber den Berliner Ring oder über die Landstraße in KönigsWusterhausen: 12 Kilometer sind es bis Berlin.Auch ein Bus fährt vonKönigs Wusterhausen nach Storkow, doch nur alle zwei Stundenwochentags durch den Berufsverkehr.Eine Alternative ist dieRegionalbahn zwischen Frankfurt/Oder und Königs Wusterhausen, die inFriedersdorf stündlich hält und 18 Minuten braucht.Von da aus sindes mit der S-Bahn 40 Minuten bis zum Alexanderplatz.Informationen:CARA, Marburger Straße 2, 10789 Berlin, Telefon 030/2111062.

0 Kommentare

Neuester Kommentar