Immobilien : "Problemlöser und Bindeglied"

ALFRED SOBEL

Die Immothek bietet Information rund um die ImmobilieVON ALFRED SOBEL I n der Chauseestraße eröffnete im Oktober letzten Jahres die Immothek Berlin.Das Dienstleistungsunternehmen möchte Immobilieninteressierte und Anbieter gleichermaßen ansprechen.Mit Geschäftsführer Wolfgang Steinicke sprach unser Mitarbeiter Alfred Sobel. TAGESSPIEGEL: Wie kamen Sie auf die Idee, die Immothek Berlin zu gründen? STEINICKE: Bei der Suche nach dem eigenen Heim oder einer passenden Kapitalanlage treffen Interessenten auf eine schwer überschaubare Vielfalt an Angeboten.Die erste Phase des Suchens verläuft dabei oft nach dem Zufallsprinzip.Das kann teuer und anstrengend werden.Hier kamen wir auf die Idee, als aktive Problemlöser Dienstleistungen zu offerieren. TAGESSPIEGEL: Welche Dienstleistungen werden von Ihnen angeboten? STEINICKE: Die Immothek bildet einen Pool unterschiedlichster Produkte von verschiedenen Anbietern.Insbesondre unser Grundstücksservice wird zunehmend von unseren Besuchern aber auch von Hausbaufirmen, Bauträgern und Maklern genutzt.Wir übernehmen auf Wunsch auch die Kontaktaufnahme mit Rechtsanwälten, Gutachtern, Notaren und Steuerberatern.Das ermöglicht die zielgerichtete Ansprache von Spezialisten mit relativ wenig Aufwand.Als Bankkaufleute verfügen wir über nützliche Kontakte zu den unterschiedlichsten Kreditinstituten.Ferner organisieren wir in unseren Räumen auch Veranstaltungstage, die großen Anklang bei unseren Benutzern finden. TAGESSPIEGEL: Welche weiteren Informationsmaterialien können in den Räumen der Immothek von den Besuchern genutzt werden? STEINICKE: In bestimmtem Umfang stehen Fachzeitschriften, Fachbücher, Verzeichnisse, Videos, praxisnahe Checklisten und Wegweiser zur Verfügung.Außerdem sind wir über einen Bestellservice in der Lage, brandneue Literatur auch für Fachleute zu beschaffen.Demnächst werden wir preiswert eine Nutzung des Internets anbieten. TAGESSPIEGEL: Die Immothek möchte auch ein Kommunikationszentrum sein.Was ist darunter zu verstehen? STEINICKE: Das Schöne der Immothek ist, daß Kunstinteressierte hier eine kleine Galerie vorfinden.Aktuell ist eine Ausstellung über koreanische Malerei zu sehen.Von den Besuchern wurden wir wiederholt aufgefordert, die Räumlichkeiten für Buchlesungen oder andere kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen.Das tun wird selbstverständlich gerne.Anklang finden auch Gesprächsrunden mit Experten der Bau- und Immobilienbranche. TAGESSPIEGEL: Wie sichern Sie sich ab, um zum Beispiel die Seriosität der Angebote von Hausbaufirmen oder Bauträger zu gewährleisten? STEINICKE: Leistung ist nachvollziehbar.Also raten wir unseren Besuchern sich schon bestehende Objekte anzusehen.Auch die Zugehörigkeit der Anbieter zu Fachverbänden kann ein Auswahlkriterium bieten.Bei besonderen Fragen empfehlen wir die Einbeziehung von Spezialisten. TAGESSPIEGEL: Hausanbieter erschweren vielfach die Preis-Leistungs-Vergleiche durch unvollständige, nicht nachvollziehbare Angebote.Inwieweit bieten Sie hier dem Verbraucher unabhängige Entscheidungshilfen, um eigenständige Vergleichskriterien zu erhalten? STEINICKE: Die Wünsche der Bauherren sind sehr verschieden.Allein durch die Ausstattung kommen große Preisspannen zustande.Die Unterschiedlichkeit unserer Angebote fördert die Vergleichsmöglichkeiten zumindest bis zu einem gewissen Grad.Meist legen unsere Partnerunternehmen bereits von sich aus immer größeren Wert auf vollständige und nachvollziehbare Angebote.Auskünfte hat man uns bisher nie verweigert.Das honorieren unsere Besucher. TAGESSPIEGEL: Apropos Honorar.Welche Ihrer Angebote sind kostenlos und wie teuer sind die kostenpflichtigen Beratungs- und Betreuungsleistungen? STEINICKE: Der Ausstellungsbesuch und ein Erstgespräch sind kostenlos.Dazu gehört die Einsicht in Prospektmaterial genauso wie die Nutzung von Videos.Unsere Besucher können außerdem kostenfrei ein Immobiliengesuch aufgeben.Abgesehen von Fachliteratur zahlt der Suchende für aktive Betreuung eine Aufwandpauschale von 20 DM im Monat.Die Kosten für Ausstellungen, diverse Materialien oder Veranstaltungen unterschiedlichster Art tragen die Veranstalter.Das hat für den Besucher den Vorteil, daß ihm keine zusätzlichen Kosten entstehen.

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