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Ratgeber für Hausbesitzer : Dem Winter aufs Dach steigen

24.11.2012 00:00 UhrVon Gian-Philip Andreas
Erst Laub, dann Schnee. Die Statik moderner Hausdächer ist auf hohe Lasten ausgelegt. Anders sieht das unter Umständen mit Carports oder Holzgaragen aus. Foto: dpa-tmnBild vergrößern
Erst Laub, dann Schnee. Die Statik moderner Hausdächer ist auf hohe Lasten ausgelegt. Anders sieht das unter Umständen mit Carports oder Holzgaragen aus. - Foto: dpa-tmn

Räumen, streuen und Leitungen warm halten: So schützt man sein Haus vor Kälteeinbrüchen.

Wenn die ersten weißen Flocken fallen, freut sich jeder. Doch wenn Schnee massenweise auf dem Dach liegt und die klirrend kalte Luft die Leitungen einfriert, ist es mit dem Vergnügen schnell vorbei. Viele Hausbesitzer treffen diese Probleme alle Jahre wieder unvorbereitet. Schlimmeres lässt sich trotzdem meist verhindern.

„Wer ein ungutes Gefühl hat, sollte das Dach räumen“, rät Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Berlin. Bisweilen schaffen Hausbesitzer das ohne fremde Hilfe. Doch wenn es sich um steile Satteldächer oder ältere, instabile Flachdächer handele, sollten Fachleute die Arbeiten übernehmen.

Grund zur Panik bestehe in der Regel nicht, meint Eva Reinhold-Postina, Sprecherin des Verbandes Privater Bauherren (VPB) in Berlin. „Die Statik moderner Hausdächer ist auf sehr hohe Schneelasten ausgelegt. Die Werte orientieren sich streng an den verschiedenen Schneelastzonen in Deutschland.“ Im schneereichen Bayerischen Wald sind die Anforderungen höher als an der Ostseeküste. Die Maximalwerte können Hausbesitzer im Standsicherheitsnachweis ihres Daches nachlesen. Nicht so stabil sind Gartenhäuschen und Terrassenvordächer. „Auch die Dächer von Carports oder Holzgaragen sollten per Schaufel schnell vom Schnee befreit werden“, rät Alexander Wiech.

Auch wer sich keine Sorge um die Stabilität seiner Dächer machen muss, darf auf die Räumung nicht verzichten. Denn Hausbesitzer unterliegen der Verkehrssicherungspflicht. „Wenn sich ein Schneebrett löst und Passanten auf dem Bürgersteig trifft, wenn jemand vor der Tür auf eisigem Grund ausrutscht oder wenn ein herabfallender Eiszapfen den Postboten verletzt, ist der Hausbesitzer verantwortlich“, erklärt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein). Zwar zahle hier in der Regel die Haftpflichtversicherung. Doch der Versicherungsschutz könne gemindert werden oder gar verloren gehen, wenn Fahrlässigkeit nachweisbar sei.

Einem Besitzer, der sein Haus selbst bewohnt, genüge die Privathaftpflichtversicherung, sagt Rudnik. Wer es hingegen anderen zum Wohnen überlasse – und sei es nur der Schwiegermutter in einer kleinen Einliegerwohnung –, brauche eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Beide prüften aber stets, ob der Hausbesitzer tatsächlich haftbar sei. „Wer sein Auto bei akutem Schneefall ausgerechnet unter einer steilen Dachkante parkt, darf nicht zwangsläufig mit einer Entschädigung rechnen“, gibt Rudnik ein Beispiel.

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