Rechtsprechung : URTEILE

Maklergebühr



Hat ein Makler mit einem Interessenten ein Zweifamilien-Haus besichtigt, kommt es aber nicht sofort zum Vertragsabschluss, so hat der Makler seine Courtage trotzdem verdient. Zumindest dann, wenn der Kunde vier Monate später beim Eigentümer einen Kaufvertrag unterschreibt. Dies gilt sogar dann, wenn das Haus in der Zwischenzeit in zwei Eigentumswohnungen umgewandelt und nur eine der Wohnungen gekauft wurde (Bundesgerichtshof, III ZR 163/07).

Eigentumswohnung

Wer eine im Jahr 1927 gebaute Wohnung, die 1979 in eine Eigentumswohnung umgewandelt worden ist, im Jahr 2000 kauft, dem muss „bewusst sein, dass dieses Gebäude ohne Beachtung der erst Jahre später erstellten immissionsbegrenzenden DIN-Normen errichtet wurde“. Eine Rolle spielt das beim Trittschall: Will der Eigner den Bodenbelag wechseln, so darf der unter ihm wohnende Eigentümer durch den neuen Belag nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. Sonst muss die Änderung rückgängig gemacht werden (Oberlandesgericht Düsseldorf, 3 Wx 115/07).

Handwerkerrecht

Hat ein Bauunternehmer mit einem Bauherrn vereinbart, dass in den Wänden eines Hauses Elektroleitungen in Leerrohren zu verlegen sind, so kann er den Preis mindern, wenn der Installateur keine Rohre verwendet hat. Auch dann, wenn das nach den aktuellen Regeln der Technik nicht erforderlich war. Es kommt auf die Vereinbarung im Vertrag an, fand das Brandenburgische Oberlandesgericht und sprach eine Minderung in Höhe von 10000 Euro zu (AZ: 12 U 160/05). büs

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