Immobilien : Reparieren statt neu kleben Tapetenschäden lassen sich leicht ausbessern

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Tapetenschäden sind auf Dauer kaum vermeidbar. Manchmal machen schon Fehler beim Tapezieren Ausbesserungen notwendig. Oft entstehen aber auch im Alltag Schadstellen: beim Möbelrücken, bei der Hausarbeit oder durch falsche Dübellöcher. Auch Haustiere wie Katzen und Nager können Tapeten zusetzen.

Kleine Gebrauchsspuren lassen sich oft relativ einfach beseitigen: „Ein loser Bahnenrand kann durch einen Heimwerker leicht wieder fixiert werden“, sagt Klaus Kunkel, Geschäftsführer des Deutschen TapetenInstituts. Hierzu wird Kleister mit einem feinen Pinsel auf die Rückseite der Tapete aufgetragen und diese mit einer Rolle wieder angedrückt. Überflüssiger Kleber sollte sofort entfernt werden.

Das Beseitigen von Blasen bereitet schon mehr Mühe. Sie entstehen meist beim Tapezieren durch zu viel Kleister unter der Tapete. Um diesen zu entfernen, wird die Fehlstelle mit einem Cutter oder einer Rasierklinke kreuzweise eingeschnitten. Alternativ lässt er sich auch mit einer Einweg-Spritze, die in die Blase gestochen wird, beseitigen. Bei dieser Methode ist der Einstich später kaum sichtbar.

Eine Vielzahl von Blasen unter der Tapetenbahn entsteht auch durch Nichtbeachten der Weichzeit der Tapete. In solchen Fällen ist ein Aufstechen oder Einschneiden nicht ratsam. Stattdessen zieht man die Bahn am besten gleich wieder ab und ersetzt sie durch eine ausreichend lang eingeweichte. Angaben über die Weichzeit stehen auf dem Beipackzettel der Tapete. Für Tapezieranfänger sind daher Vliestapeten gut geeignet, denn sie können sofort an die Wände geklebt werden.

Auch Löcher lassen sich gut ausbessern. Der Heimwerker muss dazu aus einem Tapetenrest einen Flicken herausreißen, der genau zur Struktur oder zum Muster der Schadstelle passt. Der Rand des Reststückes sollte dünner als die Tapete sein, damit ein nahezu unsichtbarer Übergang zum Untergrund entsteht.

Für Kratzer und Löcher in Raufasertapeten – zum Beispiel von Katzenkrallen – ist eine neu entwickelte Spachtelmasse von Molto gedacht. Nach Herstellerangaben passt sich die Substanz aus der Tube optimal der Tapetenstruktur an, da sie die gleichen Holzstückchen wie Raufaser enthält. Nach dem Spachteln muss die Schadstelle gestrichen werden. gms /Tsp

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