Immobilien : Schön wie Adonis

W.H.

DER ROTE PUNKT

Jede Woche gibt der Botanische Garten eine Liste mit besonders sehenswerten Pflanzen heraus, die durch ihre Blüten oder auch Früchte beeindrucken. Sie sind auf dem Gelände oder in den Gewächshäusern mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Aus Platzgründen können wir nur jeweils ein Gewächs vorstellen. Der Garten ist täglich von 9 Uhr an geöffnet, die Gewächshäuser am Wochenende ab 10 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.bgbm.org .

Freigelände . Zu den 20 ausgewählten Pflanzen dieser Woche, die zurzeit in Blüte stehen, gehört auch das Frühlings-Adonisröschen (adonis vernalis). Es ist im Garten an mehreren Orten zu finden. Durch ihr strahlendes Gelb ist die bis zu 40 Zentimeter Höhe erreichende, mehrjährige, krautige Pflanze nicht zu übersehen. Mit ihren kräftigen Wurzeln breitet sie sich durch Ausläufer aus, die 20 bis 40 Zentimeter hohe Sprosse bilden. Adonis vernalis besitzt fein zerteilte Blätter und meist endständige vier bis sieben Zentimeter große Blüten mit zahlreichen leuchtend gelben Kronblättern. Die gesamte Pflanze ist stark giftig.

Das Adonisröschen wächst vor allem auf Steppenheiden, an sonnigen Hügeln, an Abhängen und in Kieferwäldern. Bewundern kann man die Blütenpracht bis in den Mai hinein. Die Wildarten sind streng geschützt. Denn im 20. Jahrhundert wurde das von Sibirien bis nach Spanien verbreitete Frühlings-Adonisröschen durch rücksichtlose Sammler weitflächig ausgerottet. Man benötigte die Pflanze für die Gewinnung der herzwirksamen Glykoside. Und so ist die wild wachsende Adonisart für das Naturschutzgebiet „Mallnower Oderhänge“ eine Touristenattraktion.

Die nach dem Geliebten der Aphrodite benannte Blume lockt alljährlich zur Blütezeit Scharen von Besuchern an. Sie kommen ausschließlich wegen des einmaligen Anblicks der gelben Blütenteppiche nach Lebus, Dolgelin oder auch Mallnow in den Landkreis Märkisch-Oderland, um an geführten Wanderungen teilzunehmen oder sich selbst auf die Suche nach den Adonisröschen zu machen. Auf den dortigen einmaligen Trockenrasengebieten dominiert dann die Farbe Gelb. Die in Odernähe liegenden Flächen gelten als das nördlichste Verbreitungsgebiet dieses schönen Hahnenfußgewächses (Ranunculaceae) in Europa.

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