Immobilien : Schwein gehabt

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In vielen Fällen werden bei der Tierhaltung „Erlaubnisvorbehalte“ vereinbart. Der Mieter braucht dann die Genehmigung des Vermieters. Keine Zustimmung brauche es für Kleintiere , Katzen und Hunde, die etwa Blinden zur Seite stehen.

Gerichtliche Auseinandersetzungen um vierbeinige oder gefiederte Untermieter waren laut „Haus&Grund“ zuletzt selten. Zwei Fälle blieben Sprecher Dieter Blümmel in Erinnerung. Ein „notorischer Querulant hatte in die Eingangstür einer Wohnung eine Katzenklappe eingelassen “. Die fristlose Kündigung des Vermieters bestätigte das Landgericht Berlin in letzter Instanz. „Schwein“ hatte dagegen eine Mieterin, die ein Hausschwein namens „Schnitzel“ in der Wohnung hielt und damit täglich Gassi ging. Der Vermieter verweigerte zwar die Zustimmung zur Haltung des Borstenviehs, das Amtsgericht Köpenick befand aber nach der Vernehmung von Nachbarn, das Schwein stinke nicht. Die Auffassung des Vermieters, dass „generell in eine Wohnung kein Schwein gehöre“, teilte das Gericht nicht. Entscheidend sei, dass keine Beeinträchtigungen oder Belästigungen vorliegen. „Schnitzel“ durfte in der Wohnung bleiben. (AG Köpenick, 17 C 88/00). ka

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