Immobilien : Selbst ist der Ärger

Mieter dürfen Wohnung nicht einfach selber isolieren

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Wem es in der gemieteten Wohnung zu kalt ist, weil es an einer vernünftigen Wärmedämmung fehlt, sollte man nicht gleich zum Baumarkt fahren, um Styropor oder andere Dämmmaterialien einzukaufen. Denn: „Isolierarbeiten sind größere bauliche Veränderungen, also Veränderungen an der Substanz der Mietsache“, sagt Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbunds in Berlin. Und diese müssten vom Vermieter genehmigt werden. Solche Baumaßnahmen könnten das Raumklima verändern, so dass sich Schimmel bilden kann. Für diese Schäden hafte der Mieter, wenn er die Räume ohne Erlaubnis des Vermieters isoliert.

Ist ein Mieter einmal eingezogen, habe er keinen Rechtsanspruch darauf, dass der Vermieter die Wohnung modernisiert und zum Beispiel einen Altbau an bestehende Dämmstandards anpasst. „Es sei denn, es wurde kürzlich modernisiert und nicht ausreichend gedämmt“, so Ropertz. Nur wenn es durch undichte Fenster und Türen zieht, muss der Eigentümer reagieren. „Das ist ein Mangel, den der Vermieter so schnell wie möglich beseitigen muss“, sagt Ropertz.

In Zukunft können sich Mieter und Käufer von Immobilien am neuen Energiepass für Gebäude orientieren, der voraussichtlich im kommenden Jahr eingeführt wird. gms

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