Immobilien : Sicher vor den Gefahren auf der Baustelle

Drei Versicherungen sollten Bauherren abschließen, bevor sie die eigenen vier Wände errichten

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Eine BauherrenHaftpflicht, eine Bauleistungsversicherung, eine Feuer-Rohbaupolice und eine Bauhelfer-Unfallversicherung sollten Bauherren abschließen, bevor sie die eigenen vier Wände errichten. Diese Empfehlung gibt der Info-Service für kritische Bauherren der ING-Bank.

Die Bauherren-Haftpflichtversicherung ist am ehesten vergleichbar mit der für Halter von Kraftfahrzeugen gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung, die Voraussetzung ist für die Inbetriebnahme jedes Fahrzeuges. Sie tritt dann ein, wenn es zu Unfällen kommt. Zwar ist eine solche Absicherung bei Bauherren nicht vorgeschrieben. Wer ein Haus errichtet, kann jedoch nicht ausschließen, dass während der Bauzeit Menschen auf der Baustelle verunglücken. Die Versicherung begleicht dann die Kosten für die medizinische Behandlung und auch für das Schmerzensgeld, das der Geschädigte unter Umständen einklagt. Die Police sollte eine Versicherungssumme in Höhe von mindestens drei Millionen Euro abdecken, da auch Sachschäden damit beglichen werden. Die Stiftung Warentest meldet Prämien ab 100 Euro zur Abdeckung von Risiken bei einer Bausumme von 250000 Euro.

Ebenfalls wichtig ist eine Bauleistungsversicherung. Diese tritt dann ein, wenn das Haus durch Regen, Sturm oder Hochwasser geschädigt wird. Die Police deckt ferner Schäden ab, die durch mutwillige Sachbeschädigungen von Dritten entstanden sind. Die meisten Versicherer verlangen allerdings eine Selbstbeteiligung zwischen 150 und 300 Euro.

Nützlich ist ferner eine Feuer-Rohbauversicherung. Diese ersetzt Schäden, die durch den Einschlag von Blitz, durch Explosionen oder Feuer auf der Baustelle entstehen. Viele Gesellschaften bieten hier einen Vertrag mit fünfjähriger Laufzeit an, der nach dem Abschluss der Bauzeit automatisch in eine Wohngebäudeversicherung umgewandelt wird.

Die vierte Police sollten Bauherren abschließen, die mit Freunden und Verwandten selbst zur Schaufel greifen und auf der Baustelle aushelfen wollen. In diesem Fall empfehlen die Experten den Abschluss einer so genannten Bauhelfer-Unfallversicherung der Bau-Berufsgenossenschaft. Dazu müssen allerdings die Helfer bei der Genossenschaft angemeldet werden und der Bauherr muss für den Unfallschutz bis zu zwei Euro pro geleisteter Arbeitsstunde abführen. Der Grundeigentümer selbst kann sich nur durch eine private Unfallpolice gegen die finanziellen Folgen eines Unglücks absichern. ball

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